Frostige Zehen: Diese Übungen helfen bei kalten Füßen im Winter sofort

Viele Menschen kriegen im Winter besonders schnell kalte Füße. Das liegt vor allem an schlechter Durchblutung, lässt sich aber schnell beheben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie frostige Zehen wieder aufwärmen können.

Erstellt von - Uhr

Wer seine Zirkulation wieder in Schwung bringen will, sollte nicht allein auf die Heizung vertrauen. (Foto) Suche
Wer seine Zirkulation wieder in Schwung bringen will, sollte nicht allein auf die Heizung vertrauen. Bild: AdobeStock / Yuliya
  • Kalte Füße sind in der Regel kein Grund zur Sorge
  • Manchmal können aber Krankheiten die Ursache sein
  • Mit bestimmten Übungen werden Ihre Füße im Nu wieder warm

Mehr Tipps für die kalten Jahreszeit finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Eisige Zehen trotz dicker Socken – dieses Problem kennen viele Menschen in der kalten Jahreszeit. Die Ursache dafür ist meist in einer geschwächten Durchblutung zu finden - im Normalfall kein größeres Problem. Wann es bedenklich wird und welche Übungen helfen, die kalten Füße wieder aufzuwärmen, verraten wir Ihnen hier.

Wann kalte Füße normal sind - und wann nicht

Häufig ist eine harmlose Durchblutungsschwäche der Auslöser für frostige Zehen - doch manchmal steckt auch mehr dahinter. Verschiedene Erkrankungen können dafür sorgen, dass sich die Füße kalt anfühlen: So beeinträchtigen laut den Experten der renommierten Cleveland Clinic beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose den Blutfluss zu den Extremitäten. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion oder das Raynaud-Syndrom kommen als Ursachen infrage.

Rauchen gilt laut der "British Heart Foundation" (BHF) ebenfalls als erheblicher Risikofaktor für eine schlechte Durchblutung, da Nikotin die Blutgefäße verengt. Was viele nicht wissen: Sogar psychische Belastungen wie Stress oder Depressionen können die Temperaturregulation der Füße beeinflussen.Treten kalte Füße auch in warmen Räumen auf oder werden sie von Schmerzen beim Gehen, Taubheitsgefühlen oder auffälligen Hautverfärbungen begleitet, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Mit Zehengymnastik gegen das Frösteln

Handelt es sich lediglich um eine leichte Durchblutungsschwäche, können gezielte Bewegungsübungen die Durchblutung in den Füßen schnell wieder in Schwung bringen. Regelmäßiges Fußtraining hält die Füße nicht nur beweglich, sondern sorgt auch langfristig für Wärme und beugt Schwellungen vor. Folgende Übungen können helfen:

  • Gehen auf Zehenspitzen oder Fersen
  • WiederholtZehen beugen und strecken
  • Im Sitzen: Füße kreisen lassen oder sanft über den Boden abrollen

Wer etwas zusätzliche Stimulation braucht, kann sich einen Igelball zur Hilfe nehmen: Einfach die Fußsohlen darüber rollen und kleine Kreise beschreiben. Die Noppen massieren das Gewebe und fördern die Wärmeverteilung. Ergänzend empfiehlt sich regelmäßiges Barfußgehen, um die Fußmuskulatur zu trainieren.

Fußbäder bringen wohlige Wärme

Ein warmes Fußbad zählt zu den wirksamsten Hausmitteln gegen eisige Zehen. Dabei werden die Füße zunächst in etwa 33 bis 35 Grad warmes Wasser gestellt. Anschließend wird schrittweise heißeres Wasser hinzugegeben, bis die Temperatur auf 39 bis 40 Grad steigt. Diese Methode weitet die Gefäße und regt die Durchblutung an. Die Anwendung kann 15 bis 30 Minuten dauern. Wer seinen Füßen zusätzliche Pflege gönnen möchte, gibt grobes Salz oder Kamille ins Wasser. Nach dem Bad sollten die Füße gründlich abgetrocknet werden - besonders zwischen den Zehen.

Tipp: Studien zeigen, dass Wechselbäder die Zirkulation auch bei Fußbädern besonders gut anregen - das kann helfen, kalte Füße noch schneller aufzuwärmen.

Die richtige Schuhwahl macht den Unterschied

Wer bei Winterschuhen nicht genau auf die Passform und Beschaffenheit achtet, friert möglicherweise auch deswegen. Zu enge Schuhe sind ein häufiger Fehler im Winter - sie drücken auf Gefäße und Nerven, wodurch der Blutfluss gebremst wird und Wärme schlechter transportiert werden kann. Wichtig ist daher, dass die Zehen genügend Bewegungsfreiheit haben.

Neben der Passform sind auch dicke Sohlen entscheidend: Die Sohle schützt vor der Kälte von unten. Je dicker sie ist, desto besser schützt sie. Materialien wie Lammfell oder Filz im Innenleben der Schuhe isolieren besonders gut und halten die Füße angenehm warm. Noch besser sind Thermosohlen zum einlegen: So können Sie auch Alltagsschuhe winterfest machen, ohne dass neue Schuhe nötig sind.

Mehr Tipps rund um den Winter lesen Sie in diesen Beiträgen:

/stg/ife/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.