Häufig zu spät bemerkt: Diese drei Frühwarnzeichen deuten auf Blasenkrebs hin
Jeden Tag nehmen wir zahllose Giftstoffe auf und scheiden sie über den Harnweg aus. Doch genau dort können Sie auch den größten Schaden verursachen. Welche Zeichen von Blasenkrebs Sie nicht ignorieren sollten.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Bestimmte Warnzeichen weisen auf Blasenkrebs hin
- Raucher haben ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung
- Auf welche Zeichen Sie achten sollten, erklären wir hier
Mehr Infos rund um das Thema Krebs finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Schmerzen beim Wasserlassen? Das sollten Sie nicht leichtfertig als einfache Blasenentzündung abtun. Zwar steckt in den meisten Fällen nichts gravierendes dahinter, doch tatsächlich können die Schmerzen auch auf Blasenkrebs hinweisen. Häufig werden die Zeichen für diese Krebsart falsch gedeutet oder nicht bemerkt - wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bestimmten Warnsignalen mehr Aufmerksamkeit schenken.
Diese Warnzeichen sollten Betroffene ernst nehmen
Zu diesen Frühwarnzeichen zählen laut den Experten der renommierten Mayo Clinic neben den Schmerzen beim Wasserlassen außerdem:
- Blut im Urin (Hämaturie), welches für Verfärbungen im Urin sorgt - dadurch erscheint der Urin rötlich oder bräunlich
- Besonders häufiger Harndrang, da der Tumor die normale Blasenfunktion und Reizverarbeitung der Blase stört
- Rückenschmerzen - treten besonders in späteren Stadien auf, da der Tumor die Harnleiter einengt und einen Rückstau des Urin verursacht
Da Urin sich allerdings häufig nur bei größeren Blutmengen stärker verfärbt, kann das Blut in vielen Fällen nur mit Teststreifen erkannt werden. Betroffene sollten bereits bei leichten rötlichen Verfärbungen einen Arzt aufsuchen, da dies auf größere Mengen Blut hinweisen kann. Nicht immer ist die Ursache medizinisch relevant: Einige Farbstoffe aus Lebensmitteln wie Rote Bete können ebenfalls für Verfärbungen sorgen - in diesen Fällen gibt es keinen Grund zur Sorge.
Was Sie zur Behandlung von Blasenkrebs wissen müssen
Häufig stoßen Ärzte erst bei Routine-Untersuchungen auf eine mögliche Erkrankung. Liegt tatsächlich ein Verdacht für Blasenkrebs vor, kann ein Urologe eine Blasenspiegelung durchführen. Dafür entnimmt er gegebenenfalls von verdächtigen Stellen Proben. Wird der Verdacht bestätigt, sind die nächsten Schritte der Behandlung vom Stadium der Krebserkrankung abhängig.
So lässt sich der Tumor in einem frühen Stadium mit einem minimal-invasiven Verfahren entfernen. Ist er bereits in die Blasenwand eingewachsen, wird allerdings die Blase vollständig entfernt. In diesem Fall wird eine neue Blase aus einem Stück des Darms geformt oder ein künstlicher Ausgang für den Urin geschaffen. Im zweiten Fall muss der Patient allerdings ein Leben lang einen Urinbeutel tragen.
Was sind die Ursachen für Blasenkrebs?
Dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge erkranken jährlich etwa 31.000 Menschen an Krebs. Hauptrisikofaktor für die Erkrankung ist das Rauchen. Aber auch chronische Harnwegsinfekte, Steinleiden oder Dauerkatheter können das Risiko erhöhen. Zudem können genetische Ursachen eine Rolle spielen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine klassische Erbkrankheit, wodurch regelmäßige Checkups normalerweise nicht vonnöten sind.
Männer erkranken drei- bis viermal häufiger als Frauen, meist ab dem 60. Lebensjahr - etwa 75 Prozent der Fälle entfallen laut der Deutschen Krebshilfe auf männliche Betroffene. Warum, ist noch nicht vollständig geklärt. Allerdings wird vermutet, dass sich Männer beruflich häufiger Chemikalien und Schadstoffen aussetzen, die krebserregend sind, was zu einer höheren Betroffenheitsrate führt. So ist Blasenkrebs eine anerkannte Berufskrankheit in Branchen wie Chemie, Bau, Bergbau oderLeder.
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sfx/loc/news.de
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