Von news.de-Redakteurin - 10.01.2021, 06.01 Uhr

Giftiger Kaffee: Krebserregend! So gesundheitsschädlich ist das Heißgetränk wirklich

Kaffee ist ein wahres Allroundtalent. Er macht nicht nur munter, sondern enthält viele gesundheitsfördernde Stoffe. Doch Studien warnen vor dem Heißgetränk, weil es krebserregende Stoffe enthält. Stimmt das wirklich? Wir klären es auf.

Ist Kaffee wirklich gesundheitsschädlich? (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/ tiero

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee macht alleine schon einige Menschen munter. Als wahrer Energiekick ist das Heißgetränk aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Doch seit jeher wird vor zu viel Kaffee gewarnt: Er übersäuert den Magen oder entzieht dem Körper Wasser? Diese Sachen konnten Forscher widerlegen. Dafür lauert wohl im Kaffee eine andere Gefahr in Form von Schimmelpilzgiften. Sind sie gefährlich für den Menschen?

Schimmelpilzgifte im Kaffee: Aflatoxin und Ochratoxin im Heißgetränk gefunden

Forscher haben sich mit dieser Frage auseinander gesetzt und sowohl grüne als auch geröstete Kaffeebohnen untersucht. In einer Studie der "Chemical Industry" aus dem Jahr 2017 stellte sich heraus, das Robusta-Bohnen einen höheren Anteil an den Schimmelpilzgiften Aflatoxin B1 und B2 enthalten als Arabica-Bohnen. Sie hatten den höchsten Wert aller gemessenen Stoffe mit17.45 ng g-1 (Nanogramm).

Eine andere Studie unterstreicht das Ergebnis. Sie fanden heraus, das verarbeitete grüne Kaffee bohnen ebenfalls hohe Konzentrationen der Schimmelpilze Aspergillus parasiticus undAspergillus flavus enthalten, die unter anderem Aflatoxine und Ochratoxin bilden. Von den 45 untersuchten Proben waren 58 Prozent mit Ochratoxin und 96 Prozent mit Schimmelpilzgiften belastet.

So giftig ist Aflatoxin für den Menschen

Besonders Aflatoxin B1 ist für den Menschen hochgradig schädlich. Aflatoxine sind hochgradig leberschädigend und führen zu Tumoren in der Leber. Menschen mit Hepatitis haben ein 30 Prozent höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Auch Lungenkrebs wird durch Aflatoxine begünstigt. Genauso verhält es sich mit Ochratoxin. Dieses Gift kann auch die Nieren schädigen. Aflatoxine kommen in pflanzlichen Lebensmitteln, wie Erdnüsse, Mais, Sojabohnen oder Kaffeebohnen vor.

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So viel Schimmelpilzgift steckt in Kaffee

Was bedeutet das jetzt für Verbraucher? Laut der "Verordnung (EG) Nr. 1881/2006" müssen die Werte für Schimmelpilzgifte extrem niedrig gehalten werden. Der Höchstwert für Ochratoxin liegt bei Röstkaffee bei 5 Mikrogramm und bei löslichem Kaffee bei 10 Mikrogramm pro Kilogramm. Kaffee, der in der EU verkauft wird, darf nur eine Höchstgrenze von 2 Mikrogramm pro Kilogramm Aflatoxin aufweisen. Generell enthält Kaffee nur Spuren des Schimmelpilzgiftes, schreibt die EU.

Fazit: Sie können Ihren Kaffee beruhigt weiter trinken. Aflatoxine kommen zwar in Kaffeebohnen vor, aber in der EU vertriebene Kaffeesorten sind nicht mit hohen Konzentrationen belastet. 

Sabrina Böhme steckt ihren Kopf in ihrer Freizeit gerne in Bücher über Ernährungs- und Gesundheitsthemen. Wenn sie nicht gerade Studien analysiert, folgt sie Food-Trends. Regelmäßig berichtet sie für news.de aus dem Gesundheits-Kosmos.

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bos/sig/news.de

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