Von news.de-Redakteur Ronny Kauerhof - 04.07.2013, 11.20 Uhr

Todesursache Sex: Männer stoßen sich tot

Tod beim Sex - wäre sicher eine erdrückende Erfahrung und peinliche Sache für den Partner. Doch laut einer Studie sind von den untersuchten Männern, die ihr Leben aushauchen, 41 Prozent gerade im Bordell- nur 15,5 Prozent bei der eigenen Frau. Vor allem Herzprobleme führen zum Killerorgasmus.

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zurück Weiter Zum Tag der Liebe präsentiert Victoria's Secret eine Valentinstagskollektion, die sich sehen lassen kann. (Foto) Foto: Victoria's Secret Kamera

Beim Sex zu sterben, ist eine klare Männerdomäne. Das Rechtsmedizinische Institut der Uni Frankfurt hat knapp 30.000 Todesfälle untersucht. Davon starben in über drei Jahrzehnten 60 Personen beim Akt. Nur knapp sieben Prozent davon waren Frauen.

Gut für die Durchblutung

Grundlegend ist Sex jedoch gesund und gut für die Durchblutung. Doch wenn das Blut so richtig in Wallung gerät, kann es auch zu Kreislaufproblemen kommen. Dann tritt vor allem das starke Geschlecht schon mal am Höhepunkt ab. Das Durchschnittsalter lag bei etwa 57 Jahren. 93 Prozent der Toten waren jedoch über 59 Jahre.

Dabei sind Seitensprünge scheinbar nicht gerade förderlich für die Gesundheit. Immerhin starben nur 15,5 Prozent in den Armen der Lebenspartnerin.

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Als Risikofaktor gelten Herzprobleme, da 83 Prozent der Todesfälle letztlich mit Herzversagen enden. Zudem scheint Übergewicht ein weiterer Faktor zu sein. Von insgesamt 68 Prozent waren 20 Prozent sogar fettleibig.

Die Top-Todesursachen

Herzinfarkt: Sind Herzkranzgefäße bereits verengt, können Blutdrucksteigerung und der auf bis zu 180 Schläge erhöhte Puls Ablagerungen lösen und Venen verstopfen. Dem Herz fehlt es in der Folge an konstanter Blutzirkulation und somit an Sauerstoff. Unterversorgte Bereiche sterben ab. Je nach Schwere des Infarktes kann dem Betroffenen während des Aktes das Herz einfach stehen bleiben. Allerdings sind laut der American Heart Association (AHA) nur ein Prozent aller Herzinfarkte beim Sex eingetreten.

Herzrhythmus-Störungen: Ein unerwarteter Herzstillstand, auch plötzlicher Herztod genannt, kann aus Herzrhythmusstörungen resultieren. Diese sind angeboren und können auch den begnadetsten Hochleistungssportler erwischen. Im Sportbereich wird die Zahl auf etwa zwei pro 100.000 geschätzt. Auch hier sind Männer häufiger betroffen.

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Hirnblutung: Heiße Leidenschaft beim Sex - ein Gefäß im Gehirn platzt. Oft tritt das an Stellen mit einem Aneurysma auf. Bis man stirbt, vergeht allerdings noch eine halbe Stunde. Starke Kopfschmerzen sind erste Anzeichen.

Schlaganfall: Teil einer Hirnblutung kann auch der Schlaganfall sein. Steigender Blutdruck beim Sex kann Probleme bei der Durchblutung des Gehirns verstärken und Blutgerinnsel hervorrufen! Die führen dazu, dass Teile des Gehirns gar nicht mit Blut versorgt werden können und absterben.

Der kleine Tod auch für Frauen

Natürlich sterben beim Sex nicht nur Männer. Immerhin noch vier Fälle in der Studie enthalten, in den auch Frauen während des Aktes verschieden. Meist handelt es sich dann aber um kuriose Fälle, wo verschiedene unglückliche Umstände zusammenkommen.

Bekannt geworden ist der Fall der Marlis K., einer 53 Jahre alten Frau aus Doberlug-Kirchhain bei Cottbus in den Wechseljahren. Durch die Menopause wird das Scheidenmilieu trockener und ist anfälliger für Verletzungen. Ein Riss in der Scheide führte bei der Dame zu einer tödlichen Luftembolie. Sie verstarb noch während des Geschlechtsverkehrs mit ihrem Partner.

Seltener auf dem Obduktionstisch

Luftembolie: Schon kleine Mengen Luft in den Adern (ab 0,5 Milliliter) reicht, um zum selben Effekt wie bei einem Gefäßverschluss zu kommen. Wenn Luft das Herz oder Hirn erreicht, ist es tödlich. Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sind dann die Todesursache. Normalerweise ist Blut vor dem Eindringen von Luft ins System geschützt. Nur bei Verletzungen wie im Falle der 53-Jährigen und heftigem Sex kann sie hereingedrückt werden.

Lungenembolie: Dabei werden Blutgefäße in der Lunge verstopft. Thrombose gilt als Ursache. Diese wiederum kann schon durch einen langen Flug verursacht worden sein. Während des Geschlechtsverkehrs wandert dann das Blutgerinnsel zur Lunge und führt dort zum Venenverschluss.

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sca/news.de

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