02.06.2013, 08.00 Uhr

Brust straffen: Schluss mit dem Hängebusen

Eine Schwangerschaft geht nicht immer spurlos am Körper der Frau vorbei. Durch das Stillen können die Brüste entleert und schlaff wirken. Um dem Busen eine neue Optik zu verleihen, bleibt für viele Damen nur der Gang zum plastischen Chirurgen. Doch auch der kann nicht immer zaubern.

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Tropfenförmig hängen sie herunter, die Brüste: Der Blick in den Spiegel wird zur Qual, das Selbstwertgefühl leidet. Den meisten Frauen passiert das nach einer oder mehreren Schwangerschaften. Um wieder Selbstbewusstsein zu tanken, kann eine Bruststraffung die Lösung sein. Eine Garantie, dass die Brust danach genauso aussieht wie erträumt, gibt es aber nicht.

«Nach einer Schwangerschaft erscheint die Brust meist entleert, schlaff und hängend. Die Brustwarze steht relativ gesehen tiefer, Fülle im Dekolleté ist häufig ganz verloren», erläutert Professor Dennis von Heimburg von der Rauchen und häufige Sonnenbestrahlung die Elastizität der Haut. «Generell ist die Haut an der Brust dünner und unelastischer. Sie wird daher nicht ganz so gut zurückschrumpfen wie am Bauch», ergänzt Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).

Wer die ursprüngliche Brustform unbedingt zurückerlangen will, für den ist ein medizinischer Eingriff der einzige Weg. «Frauen sollten eine solche Operation ausschließlich von einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchführen lassen», rät von Fritschen.

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Eine gute Entscheidungsgrundlage sind mehrere Beratungsgespräche. Darin gilt es, die Expertise des Facharztes zu erfragen und herauszufinden, ob und mit welchen Methoden dieser die eigenen Wünsche realisieren kann. «Zu einer ausführlichen Beratung gehört auch das Erstellen eines individuellen Behandlungsplanes, eines Kostenvoranschlages, das Zeigen von Vorher-Nachher-Bildern und die Aufklärung über mögliche Komplikationen», erläutert der Mediziner.

Narben bleiben zurück

Eine Bruststraffung hinterlässt immer Narben. «Sie sind meist im ersten Jahr gerötet, können geschwollen sein und brauchen eventuell eine Nachbehandlung beispielsweise durch Salben», sagt von Heimburg. Und sie sind ein bleibender Schönheitsmakel. Damit sollte sich die Patientin im Vorfeld auseinandersetzen. «Eine solche Operation gibt nicht wirklich den jugendlichen Körper zurück», betont Gerhild von Müller vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Es blieben Narben, die immer zu sehen und vor allem immer zu spüren seien, manchmal schmerzhaft.

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Bei einer fachgerechten OP ist die Komplikationsrate vergleichsweise gering. Es kann jedoch zu Wundheilungsstörungen oder Beeinträchtigungen der Sensibilität kommen. Möglich ist auch, dass die Frau später nicht mehr stillen und die Brust wieder erschlaffen kann. Neben solchen Aspekten können Erkrankungen wie Gerinnungsstörungen, psychische Erkrankungen oder persönliche Belange gegen eine Operation sprechen.

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Eine Bruststraffung ist sehr selten medizinisch erforderlich, sondern meist ein formverschönernder Eingriff. «Die Kosten - je nach Ausmaß sind das etwa zwischen 4500 und 6000 Euro - muss die Patientin also selbst zahlen», informiert von Saldern. Komme eine Volumenvergrößerung durch ein Implantat hinzu, so müsse die Patientin auch mal mit 8000 Euro rechnen.

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sca/som/news.de/dpa