Verkehr: Irans Präsident schlägt autofreien Tag vor
Sorgen vor Engpässen hatten im Iran jüngst zu langen Schlangen vor Tankstellen gesorgt. Nun greifen Preiserhöhungen. Präsident Peseschkian schlägt drastische Sparmaßnahmen vor.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Angesichts drohender Versorgungsengpässe hat Irans Präsident Massud Peseschkian einen autofreien Wochentag vorgeschlagen. Der konservativ-moderate Regierungschef forderte bei einer Kabinettssitzung "einen Tag pro Woche ohne Auto", wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Ansatz müsse bei der Regierung und staatlichen Einrichtungen beginnen, bevor die Bevölkerung dazu aufgerufen werde, sagte er weiter.
Spritpreise verdoppelt
In dieser Woche hat Irans Regierung die nicht subventionierten Spritpreise verdoppelt. Die ersten 110 Liter tanken Iranerinnen und Iraner mit einer Tankkarte jedoch weiterhin vergünstigt. Ist dieses Kontingent aufgebraucht, greift der reguläre Spritpreis von nun umgerechnet etwa vier Cent. Was aus deutscher Sicht extrem günstig wirkt, hat im Iran angesichts deutlich niedrigerer Einkommen weitreichende Folgen.
Erst Ende August führten Ängste vor Versorgungsengpässen zu langen Schlangen vor Tankstellen. Autofahrer warteten in der Millionenmetropole Teheran sogar mitten in der Nacht vor den Tankstellen. Die Regierung räumte Probleme infolge des Kriegs ein, den die USA und Israel Ende Februar gegen das Land begonnen hatten. 2019 löste eine Anhebung der Spritpreise noch landesweite Proteste aus.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Berlin News: "d-you"-App für Ausweis auf dem Smartphone
- Friedrich Merz: Ablenkungsmanöver gescheitert - Bundeskanzler schürt Wähler-Frust
- Jared Kushner: Trumps Schwiegersohn unter Beschuss wegen "abscheulichem" Ukraine-Vorschlag
- Donald Trump: US-Präsident teilt manipuliertes Video - König Charles III. diffamiert
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.