Verkehr: Bauernverband will Tankrabatt für Diesel bis in den Herbst
Eine Steuersenkung drückt die Spritpreise auch für Wirtschaftsfahrzeuge wie Traktoren und Mähdrescher - noch. Wird es für Landwirte bald gerade dann teurer, wenn sie besonders viel fahren?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Deutsche Bauernverband fordert eine Verlängerung des Tankrabatts zur Entlastung von höheren Diesel-Preisen über die Erntezeit bis in den Herbst. Präsident Joachim Rukwied sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Steuerreduzierung für Diesel von 17 Cent pro Liter muss bis mindestens Ende November fortgeführt werden. Und zwar nicht nur für die Landwirtschaft, sondern grundsätzlich für alle." Beispielsweise auch das Transportgewerbe leide unter hohen Kraftstoffpreisen.
Der befristete Tankrabatt gilt seit Anfang Mai für Diesel und für Superbenzin und soll stark gestiegene Preise infolge des Iran-Kriegs ausgleichen. Nach dem Willen der schwarz-roten Koalitionsfraktionen soll die Steuererleichterung nun aber nicht über das geplante Auslaufen Ende Juni hinaus fortgesetzt werden.
Monate mit höchstem Energieverbrauch
Rukwied sagte: "Wir haben jetzt die Monate mit dem höchsten Energieverbrauch vor uns. Die Erntesaison geht im Juli los und zieht sich bis Mitte November hin - erst mit Getreide und Raps, später Kartoffeln, Silomais Rüben und Gemüse." Dann stünden die Bodenbearbeitung nach der Ernte und die Herbstaussaat an. "Das ist alles energieintensiv, da schauen wir Landwirte mit großen Sorgen auf die Preise."
Der Bauernpräsident erläuterte: "Ein großer Mähdrescher braucht ungefähr 1.000 Liter Diesel pro Tag. Wenn der Liter jetzt 50 Cent teurer ist als vor einem Jahr, dann sind das 500 Euro Kosten mehr am Tag. Das ist immens. Da brauchen wir eine weitere Erleichterung, was die Steuern anbelangt."
Höfe mit begrenzten Diesel-Tanklagern
In der Regel hätten Betriebe eine gewisse Lagerkapazität, sagte Rukwied - manche für einen Monat, andere vielleicht für vier Monate. "Die Möglichkeit, einen Jahresbedarf an Diesel einzukaufen, wenn der Preis günstiger ist, gibt es im Prinzip nicht. Die Betriebe müssen in regelmäßigen Abständen nachkaufen."
Zu Jahresbeginn waren für die Landwirtschaft nach Gesetzen der Koalition Millionen-Steuerentlastungen beim Agrardiesel und bei den Stromkosten in Kraft getreten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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