Verkehr: In Hamburg nehmen Scan-Fahrzeuge Parksünder ins Visier

Kein Zettelchaos mehr: In Hamburg genügt bald das Kennzeichen für den Parkschein. Was die neuen Scan-Fahrzeuge alles erkennen – und warum trotzdem ein Mensch das letzte Wort hat.

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In zwei Testgebieten führt Hamburg im kommenden Monat ein digitales Parkraummanagement ein - dort sind Scan-Autos unterwegs, die mit Kameras die Nummernschilder auslesen und automatisch überprüfen, ob der Wagen dort legal steht. Die Stadt gehört damit bundesweit zu den Vorreitern, wie Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bei der Vorstellung des Projekts sagte. Start ist am 7. Juli.

Auch in anderen Städten wie in Mannheim oder Heidelberg werde an solchen Projekten gearbeitet, sagte der Hamburger Senator. Bisher habe für eine dauerhafte Umsetzung in Deutschland allerdings der rechtliche Rahmen gefehlt, erläuterte der Grünen-Politiker.

Parkschein ade - digitales Parken spart viel Papier

An Parkscheinautomaten müssen die Autofahrer künftig ihr Kennzeichen eingeben. Ein Parkschein als Nachweis hinter der Windschutzscheibe entfällt damit. "Wir sparen damit 546 Kilometer Papierrollen", sagte Tjarks. Geplant sei, das Verfahren auf alle Parkgebiete der Stadt auszuweiten. Auch Bewohnerparkausweise oder Besucherparkausweise müssten nicht mehr ausgedruckt und ins Fahrzeug gelegt werden.

Entscheidung über Strafzettel trifft immer ein Mensch

Die Scan-Fahrzeuge seien so konzipiert, dass nur die Kennzeichen der abgestellten Autos von den Kameras erfasst würden, nicht die Umgebung. Die Daten würden dann an den Landesbetrieb Verkehr übermittelt, wo sie mit den Bewohnerparkausweisen und den Daten aus den Parkscheinautomaten abgeglichen würden. Wenn alles in Ordnung sei, würden die Daten sofort gelöscht.

Die Daten der falsch geparkten Autos würden jedoch von Mitarbeitern der Parkraumüberwachung vor Ort überprüft. "Die Entscheidung, ob am Ende jemand einen Strafzettel bekommt oder nicht bekommt, trifft immer ein Mensch", sagte der Hamburger Senator.

Die Scan-Fahrzeuge sollen "im normalen Verkehr mitfließen" und könnten dabei 1.000 bis 1.500 Nummernschilder pro Stunde abgleichen. Zum Vergleich: Ein einzelner Mitarbeiter schafft der Angaben zufolge etwa 50 Überprüfungen pro Stunde.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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