Automobilindustrie: Verband warnt vor Engpässen bei Start des Tankrabatts
Dahinter steckt eine Besonderheit bei der Steuer und das lange Wochenende. Der ADAC hält das für unwahrscheinlich.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Mineralölverband bft warnt vor Spritengpässen rund um den Start des "Tankrabatts" am 1. Mai. Weil die Steuer bei der Lieferung des Kraftstoffs an die Tankstelle erhoben werde und der 1. Mai vor einem langen Wochenende liege, drohten Verwerfungen bei der Logistik und mögliche Versorgungsengpässe, warnt der Bundesverband Freier Tankstellen und unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (bft).
Hintergrund ist die geplante vorübergehende Senkung der Energiesteuer ab dem 1. Mai. Gilt sie wie erwartet ab Mitternacht, betrifft das nur Anlieferungen für Sprit ab diesem Zeitpunkt. Was an Kraftstoffen dann noch aus früheren Lieferungen in den Tanks der Tankstellen liegt, ist noch nach den alten Sätzen versteuert.
Für Tankstelleninhaber ist es daher finanziell vorteilhaft, mit niedrigen Beständen in den 1. Mai zu gehen. Das führt laut bft aber zu einem Zielkonflikt: denn wenn alle Tankstellen so vorgehen, könnte dies - zusammen mit den eingeschränkten Liefermöglichkeiten am langen Wochenende - für Probleme sorgen.
Zielkonflikt für Tankstellenbetreiber
"Für eine sichere Versorgung müssten die Tankstellen zum 1. Mai eigentlich volle Tanks haben. Auf der darin enthaltenen hohen Energiesteuer bleiben sie ohne Ausgleich aber sitzen", sagt bft-Hauptgeschäftsführer Daniel Kaddik. "Wer vernünftig bevorratet, trägt das wirtschaftliche Risiko. Wer Bestände niedrig hält, riskiert Versorgungsprobleme." Eine Möglichkeit aus Sicht des Verbands wäre, den Rabatt auf den 4. Mai zu verschieben. Dies könne zumindest für etwas Erleichterung sorgen.
Bei ADAC hält man Versorgungsengpässe rund um den 1. Mai dagegen für unwahrscheinlich. Das sei auch 2022 befürchtet worden aber dann nicht eingetreten, sagte ein Sprecher. 2022 war der "Tankrabatt" an einem normalen Mittwoch gestartet. Nennenswerte Versorgungsengpässe wurden damals nicht bekannt. Dabei war der Preisunterschied bei E10 mit gut 35 Cent mehr als doppelt so hoch wie jetzt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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