ADAC-Test beweist: Diese drei E-Autos halten auch im Winter bei Kälte stand
Erfahrungswerte und Untersuchungen zeigen: Im Winter kommen die meisten Elektroautos nicht so weit wie üblich. Niedrige Temperaturen sorgen für eine verringerte Reichweite. Welche E-Autos trotz Kälte am weitesten kommen.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Akkus von E-Autos haben im Winter deutlich reduzierte Reichweiten
- ADAC hat getestet, welche familienfreundlichen Modelle am weitesten kommen
- Welches Modell die Nase vorn hat, verraten wir Ihnen hier
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Familienfreundlich sollen sie sein und natürlich im besten Fall auch effizient. Doch im Winter scheitern viele Elektroautos an diesem zweiten Kriterium. Grund dafür ist, dass Kälte die Reichweite der Akkus von E-Autos deutlich reduziert. Welche Familienwägen dabei noch am weitesten kommen, zeigt ein neuer Test des Automobilclubs ADAC.
Warum reduziert Kälte die Reichweite der Akkus?
Technisch haben sich Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Dennoch bleibt die Reichweite häufig ein Problem - ganz besonders im Winter. Primär liegt das an chemischen Prozessen in der Batterie, die deren Leistung verringern. Ist der Akku unterkühlt, steigt der Innenwiderstand des Akkus, wodurch wiederum weniger Energie entnommen werden kann. Auch die Innenraumheizung wirkt sich negativ auf die Reichweite der Wagen aus.
Welches Elektroauto kommt im Winter am weitesten?
Im ADAC-Test traten insgesamt 14 verschiedene Familienwägen mit Elektromotor gegeneinander an. Das Ergebnis zeigt: Erfahrung zahlt sich für die Hersteller jetzt aus. Drei der im ADAC-Testlabor untersuchten E-Autos stechen dabei heraus:
- Auf dem ersten Platz landet der Audi A6 Avant e-tron performance mit einer Reichweite von insgesamt 441 Kilometern - so viel wie sonst keines der familienfreundlichen Modelle.
- Den zweiten Platz belegt das Tesla Model Y Maximum Range AWD mit 406 Kilometern Reichweite.
- Auf dem dritten Platz landet der Polestar 4 LR SM: Dieser schaffte 369 Kilometer trotz winterlichen Umständen.
Im Versuch fuhr jedes der Fahrzeuge die gleiche simulierte Strecke von München nach Berlin. Faktoren wie Geschwindigkeit, Außentemperatur und Verkehrsaufkommen konnten im Testlabor konstant kontrolliert werden, so dass für alle Modelle die gleichen Bedingungen herrschten. Die Ergebnisse stehen in starkem Kontrast zu den "normalen" Reichweiten der Fahrzeuge: So hat der Audi A6 Avant e-tron performance laut Angaben des Herstellers regulär eine Reichweite von bis zu 738 Kilometern.
Wie lässt sich die Reichweite von Elektroautos erhöhen?
Wie die ADAC-Tester feststellten, bedeutet ein teureres Modell nicht automatisch einen besseren Akku. Doch wie lässt sich die Reichweite des E-Autos trotz kalter Temperaturen verbessern? Wer nicht auf halber Strecke schon nachladen will, sollte unter anderem auf einen geringen Verbrauch achten. Vor dem losfahren kann es sich zudem lohnen, das Auto während des Ladens vorzuheizen - etwa per App oder Timer. So kommt die Energie aus dem Stromnetz und nicht aus der Batterie und der Akku ist bereits vor der Fahrt aufgewärmt und bereit.
Um den Energieverbrauch der Innenraumheizung zu verringern, ist es empfehlenswert, gezielt zu heizen. Bedeutet: Sitz- und Lenkradheizung an, die sonstige Heizung lieber etwas runterdrehen. Während der Fahrt bietet sich (falls vorhanden) zudem der Eco-Modus an.
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sfx/fka/news.de
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