Sicher unterwegs: Autofahren bei Schnee und Glatteis - darauf sollte man achten
Im Winter müssen Autofahrer jederzeit mit Glatteis und Schnee rechnen - besonders dann, wenn das Thermometer um die null Grad schwankt. Wie Sie trotz erschwerter Bedingungen sicher am Ziel ankommen, verraten wir Ihnen hier.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Bei Glätte und Schnee müssen Autofahrer besonders vorsichtig sein
- Die richtige Vorbereitung mit Winterreifen und Co. ist entscheidend
- Wir erklären, wie Sie trotz Glatteis sicher an Ihr Ziel gelangen
Mehr Tipps und Tricks für die kalte Jahreszeit finden Sie in den unten verlinkten Beiträgen.
Schnee, vereiste Straßen, Dunkelheit und eingeschränkte Sichtverhältnisse: Im Winter kann jede Autofahrt zur Herausforderung werden. Selbst kurze und gewohnte Strecken können sich aufgrund der veränderten Bedingungen schnell zum Risiko entwickeln. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Glatteis und Schnee trotzen können und ihr Ziel sicher erreichen.
Das Auto auf den Winter vorbereiten
Erste Voraussetzung für Fahrten bei Schnee und Eis ist die Anpassung der Ausstattung: Dafür sollten Sie zumindest spätestens im Oktober Ihre Sommer- gegen Winterreifen tauschen lassen. Ebenfalls unerlässlich sind eine geladene Batterie, Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage, Eiskratzer und Schneefeger für die Scheiben und das Dach. Für alle Fälle sollte außerdem ein Türschloss-Enteiser mitgeführt werden - diesen sollten Sie allerdings nicht im Auto vergessen. Eine Sonnenbrille kann gegen die tief stehende Sonne und blendend hellen Schnee helfen.
Bußgeld droht bei Schnee und Eis auf dem Fahrzeug
Vor jeder Fahrt sollte das Auto immer gründlich von Schnee und Eis befreit werden. Lediglich kleine Löcher in die Scheiben zu kratzen, bietet keine ausreichende Sicht. Wer so erwischt wird, kassiert laut Bußgeld-Katalog ein Bußgeld von zehn bis 35 Euro, je nach Schwere des Verstoßes. Zudem müssen auch Motorhauben und sämtliche Leuchten von Schnee befreit sein. Auch das Autodach muss freigeräumt werden, um das Aufwirbeln von Restschnee auf dem Dach zu verhindern. Dieser könnte die Sicht anderer Fahrer vor oder neben Ihnen beeinträchtigen. Hier droht bei Verstößen ein Bußgeld von 25 Euro. Fünf Euro gibt es für zugeschneite Kennzeichen.
Wie Sie das Fahrzeug trotz Schnee in Schwung bringen
Sitzen Sie erst einmal am Lenkrad, gilt es, Lüftung und Heizung - mit Richtung auf die Scheibe - einzuschalten, um für eine bessere Sicht zu sorgen. Das Fahren selbst ist auf verschneiten Straßen für viele ungewohnt. Im Zweifel kann es lohnen, die Fahrbedingungen, das Anfahren sowie die Bremsen auf einem leeren Parkplatz zu testen. Dabei gilt: Möglichst mit wenig Gas anfahren, um Durchdrehen der Reifen zu verhindern.
Drehen sich die Reifen dennoch auf der Stelle, gibt es mehrere Optionen:
- Sie können das Auto durch Vor- und Rückwärtsfahren aus dem Schnee "herausschaukeln"
- Falls vorhanden, können Sie Fußmatten aus dem Auto unter die Reifen legen, um für mehr Halt zu sorgen
- Bei einem Auto mit Schaltgetriebe können Sie es auch vorsichtig mit dem zweiten Gang versuchen
So fahren Sie bei Schnee und Eis auf den Straßen
Beim Fahren gilt allgemein: Drehzahl niedrig halten, möglichst früh hochschalten. Bei Automatik-Autos sollten Fahrer auf die Sport-Einstellung verzichten. Ruckartige Bewegungen sind zu vermeiden - schon auf gerader Strecke geraten Fahrzeuge bei Eis schneller ins Schleudern. Kommt es dazu, rät der ADAC, auszukuppeln, zu bremsen und schnell, aber gefühlvoll in die gewünschte Richtung zu lenken. Ein ESP kann beim Stabilisieren des Wagens helfen. Reagiert das Auto überhaupt nicht mehr, hilft nur noch die Vollbremsung.
Gerät das Fahrzeug in einer Kurve aus der Bahn, sind hektische Manöver fatal. Stattdessen empfiehlt der Automobilclub, "fest und nachhaltig" auf das Bremspedal zu treten. Das Steuer selbst halten Sie dabei locker, wobei sie sanfte Korrekturen vornehmen können. Ganz wichtig: Die Geschwindigkeit ist immer den Witterungsverhältnissen anzupassen. Selbst bei expliziten Tempolimits müssen Autofahrer nur so schnell fahren, dass sie ihr Fahrzeug noch immer beherrschen können. Liegt die Sichtweite unter 50 Meter, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden.
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sfx/gom/news.de
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