Wladimir Solowjow: Wladimir Putins Chef-Hetzer warnt vor ausgewachsener Revolution
Wladimir Putins Chef-Hetzer Wladimir Solowjow rechnet bereits mit einer ausgewachsenen Revolution in Russland. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
Erstellt von Claudia Löwe
13.07.2026 10.51
- Wladimir Putin im Würgegriff von Benzin-Krise
- Russland ächzt unter Treibstoffknappheit nach Angriffen auf Infrastruktur
- Putins Chef-Hetzer Wladimir Solowjow warnt vor ausgewachsener Revolution
Seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt Wladimir Putin seit nunmehr viereinhalb Jahren, doch nun sieht sich der Kreml-Chef nach ukrainischen Rückschlägen mit massiven Problemen im eigenen Land konfrontiert: Die von ukrainischen Streitkräften verübten Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Treibstofflager zwingen die Benzinversorgung in Putins Reich in die Knie. Nun wächst offenbar selbst in Putins engstem Kreis die Furcht vor einer ausgewachsenen Revolution.
Wladimir Putin in Bedrängnis: Benzin-Krise setzt Kreml-Chef schwer zu
Die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien haben die Verarbeitungskapazität des Landes um rund ein Drittel dezimiert. Die daraus resultierenden Versorgungsengpässe bei Benzin und Diesel erfassen mittlerweile weite Teile Russlands – von der besetzten Krim über den Süden des Landes bis nach Sibirien und sogar in die Hauptstadt Moskau.
An Tankstellen bilden sich kilometerlange Schlangen. In manchen Regionen warten Autofahrer Berichten zufolge bis zu 18 Stunden, um ihre Fahrzeuge betanken zu können. In Städten wie Irkutsk und Ust-Ordynski kam es bereits zu Auseinandersetzungen zwischen frustrierten Wartenden, die ein Eingreifen der Polizei erforderlich machten.
Putin geht der Sprit aus - Schwarzmarkt und Tanktourismus wie in den Neunzigern
Die Krise trifft den Alltag der Russen empfindlich. Taxiunternehmen verzeichnen einen Rückgang der Fahrten um 20 Prozent, da Fahrer längere Strecken aus Angst vor leerem Tank meiden. Auf Plattformen wie Telegram ist inzwischen ein Schwarzmarkt für Treibstoff entstanden – Zustände, die an das Chaos der postsowjetischen Jahre erinnern.
Manche Russen greifen zu ungewöhnlichen Maßnahmen und betreiben regelrechten "Tanktourismus" über die Grenzen nach Kasachstan oder China. Die Engpässe treffen das Land ausgerechnet zur Haupturlaubszeit und während der Erntesaison. Logistik, Tourismus an den Schwarzmeerkurorten und das tägliche Leben sind massiv beeinträchtigt – und das in einem der weltweit größten Ölförderländer.
Putin-Propagandist Wladimir Solowjow fürchtet Russland-Revolution wegen Benzin-Krise
Die Versorgungskrise erschüttert das sorgfältig gepflegte Narrativ des Kremls, wonach Sanktionen und Krieg den russischen Alltag kaum berühren. Wladimir Putin sah sich gezwungen, ein "gewisses Defizit" einzuräumen, betonte jedoch, die Lage sei nicht kritisch. RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan appellierte an die Leidensfähigkeit der Bevölkerung und verwies auf sowjetische Zeiten: "Es gibt jetzt kein Benzin? Nun, meine Generation erinnert sich, als Lebensmittel rationiert waren." Wladimir Putins Chef-Propagandist Wladimir Solowjow sieht die Sache offenbar etwas anders: Der Kreml-treue Fernsehmoderator, sonst unermüdlicher Verfechter der "Spezialoperation", äußerte im Staatsfernsehen Befürchtungen vor revolutionären Unruhen. Bilder von endlosen Warteschlangen und leeren Zapfsäulen lassen sich eben schwer als Normalität verkaufen.
Kriegsmüdigkeit breitet sich in Russland aus - droht Putin die Revolte?
Unabhängige Umfragen zeigen einen Rückgang von Putins Zustimmungswerten. Gleichzeitig glauben immer weniger Russen, dass ihr Land auf dem richtigen Kurs ist. Analysten beobachten, wie sich die weitverbreitete Erschöpfung angesichts des Krieges zunehmend in offene Verärgerung verwandelt.
Dennoch bleibt organisierter Widerstand schwierig: Das autoritäre System macht Proteste zu einem erheblichen Risiko für die Teilnehmer. Das Staatsfernsehen bemüht sich weiterhin, Stärke und Durchhaltevermögen zu demonstrieren. Doch die Realität an den Zapfsäulen spricht eine andere Sprache als die offiziellen Durchhalteparolen.
Auch diese Beiträge zu Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:
- Geheimdienstbericht rechnet mit russischem Wirtschafts-Kollaps
- "Ihr werdet einen Atomkrieg bekommen!" Kreml-Hetzer fordern Nuklearangriff
- Kreml-Chef schraubt Flugabwehr hoch und flüchtet in Bunker
- "Moskau wird brennen!" Wladimir Putins Vertrauter postet stramme Anti-Russland-Parolen
- Wie einst Adolf Hitler - das ist das tatsächliche Kriegsziel des Kreml-Chefs