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Wladimir Putin im Ukraine-Krieg: Drohnenattacken auf Putins Ölraffinerien befeuern die Benzinkrise

Wladimir Putin erlebt verstärkt ukrainische Angriffe auf große russische Ölraffinerien. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Ukraine-Angriffe treffen acht von zehn russischen Ölraffinerien
  • Drohnenangriffe befeuern Treibstoffkrise in Russland
  • Attacken reichen bis nach Russland -Wladimir Putin gesteht Problem

Russland erlebt derzeit die schwerste Treibstoffkrise seit Jahrzehnten. Ukrainische Drohnenangriffe haben acht der zehn größten Ölraffinerien des Landes mindestens einmal getroffen. Lediglich zwei Anlagen östlich des Urals blieben bisher verschont. Die Konsequenzen sind dramatisch. 

Russlands Raffinerien haben Kapazitätsschwierigkeiten

Rund ein Drittel der gesamten Raffineriekapazitäten liegt derzeit brach, berichtet "n-tv". Anfang Juni fiel die tägliche Ölverarbeitung laut der Beratungsfirma Energy Intelligence auf unter vier Millionen Barrel – der niedrigste Wert seit mehr als zwanzig Jahren.

Treibstoffkrise belastet Russen

Die Treibstoffkrise trifft die russische Bevölkerung mit voller Wucht. Landesweit stauen sich Autofahrer vor den Zapfsäulen. Vielerorts müssen Autofahrer warten. Doch selbst nach dem langen Warten ist die Erleichterung nur von kurzer Dauer: Vielerorts gelten strikte Abgabebeschränkungen. 

Besonders drastisch ist die Lage auf der seit 2014 annektierten Krim. Dort erhalten Autofahrer Benzin ausschließlich über digitale Bezugsscheine per QR-Code – maximal 20 Liter wöchentlich. In Transbaikalien liegt die Grenze sogar bei nur 15 Litern pro Woche.

Selbst in der Region Omsk, wo sich die größte Raffinerie des Landes befindet, herrschen Einschränkungen. Kraftstoff in Kanistern darf dort nicht mehr verkauft werden, pro Tankvorgang sind höchstens 40 Liter erlaubt.

Ukraine-Krieg: Angriffe reichen bis nach Moskau

Die ukrainischen Angriffe treffen Russland auch an symbolträchtigen Orten. Während des Sankt Petersburger Wirtschaftsforums Anfang Juni stiegen zu Beginn und Ende der Veranstaltung gewaltige Rauchwolken über der Stadt auf – Folge ukrainischer Drohnenattacken. Wenige Wochen später wurde eine Raffinerie in der Hauptstadtregion Moskau getroffen. Bilder der in schwarzen Rauch gehüllten Metropole verbreiteten sich weltweit.

Ukraine zielt auf Putins Ölraffinerien

Besonders hart trifft es einzelne Anlagen. Die Lukoil-Raffinerie in Wolgograd, die jährlich über 14 Millionen Tonnen Öl verarbeitet und damit mehr als fünf Prozent der gesamten russischen Kapazität ausmacht, wurde bereits mindestens zehnmal attackiert. Laut "n-tv" gab es Ende Mai 2026 keine größere Raffinerie im europäischen Teil Russlands mehr, die nicht mindestens einmal Ziel ukrainischer Drohnen geworden war. Die Moskauer Anlage wird Branchenkreisen zufolge mindestens sechs Monate ausfallen.

Die beiden einzigen unversehrten Großraffinerien befinden sich in Omsk und Angarsk am Baikalsee. Beide liegen im asiatischen Teil Russlands, jenseits des Uralgebirges. Die enorme Entfernung zur Ukraine bietet jedoch keinen absoluten Schutz mehr.

Am 20. Juni meldeten russische Behörden einen Drohnenangriff auf eine Raffinerie in der westsibirischen Region Tjumen, etwa 2000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die Drohnen seien zwar abgefangen worden und hätten keine Schäden verursacht, doch der Vorfall demonstriert die wachsende Reichweite der ukrainischen Angriffe. Die Ukraine startet ihre Angriffe auch direkt auf russischem Territorium. Im Juni letzten Jahres wurden Drohnen aus Containern heraus auf Ziele losgelassen.

Putin räumt Versorgungskrise ein

Der russische Präsident hat die massiven Probleme bei der Treibstoffversorgung öffentlich zugegeben und eine Krisensitzung einberufen. Die Regierung in Moskau zieht nun Maßnahmen in Betracht, die für eine Rohstoffgroßmacht undenkbar schienen: Der Kreml prüft den Import von Benzin aus dem Ausland und erwägt gleichzeitig ein Exportverbot für Diesel. Was die Angriffe aus der Ukraine und die Treibstoffknappheit zeigen: Russland ist verwundbar. Gleichzeitig wird den Menschen klar: Der Krieg ist längst in Russland angekommen.

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/loc/news.de/stg

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