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Ukraine-Krieg aktuell: Krim-Krise spitzt sich zu - Putin vor der Niederlage?

Wie schwer trifft die aktuelle Krise auf der Krim Wladimir Putin wirklich? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Angespannte Versorgungslage auf der Krim lässt Spekulationen über bevorstehende Putin-Niederlage aufkommen
  • Sicherheitsexperte Nico Lange glaubt nicht an baldigen Verlust der Schwarzmeer-Halbinsel
  • Kremlchef habe weiterhin die Kontrolle über die russischen Medien und könne aktuelle Krise auch für seine Propaganda nutzen

Die Lage auf der 2014 von Russland annektierten Krim hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Der Ukraine-Krieg sorgt vielerorts für massive wirtschaftliche Einbußen auf der Halbinsel am Schwarzen Meer. Einige Bewohner würden ihre Heimat am liebsten verlassen, ihnen fehlen dazu aber die Mittel.Nachdem ukrainische Streitkräfte ihre Angriffe auf zentrale Versorgungseinrichtungen, Energieanlagen und Transportrouten massiv ausgeweitet haben, sah sich die von Moskau installierte Verwaltung bereits gezwungen, den Ausnahmezustand auszurufen. Denn es kam zu Stromausfällen und Benzinknappheit. Wird die Krim nun zum entscheidenden Ausgangspunkt für Putins Niederlage?

Wladimir Putin vor Niederlage im Ukraine-Krieg wegen Krim-Krise? Experte warnt vor Macht des Kremlchefs

Sicherheitsexperte Nico Lange mahnt trotz der angespannten Lage zur Vorsicht. "Die Lage auf der Krim ist für Putin nicht schön, aber da er die russischen Medien kontrolliert, kann er die Lage in Russland darstellen, wie er will", erklärte er gegenüber der"Bild". Trotz der schwierigen Versorgungslage sei ein baldiger Verlust der Krim an die Ukraine nicht zu erwarten. 

Die jüngsten ukrainischen Attacken auf die Krim seien laut Lange "Teil einer Strategie, um Putin viele Probleme gleichzeitig zu machen und sein Regime möglichst zu destabilisieren, damit er zu ernsthaften Verhandlungen gezwungen ist". Dem Experten zufolge könnte Putin die aktuelle Krise jedoch auch für seine Propagandazwecke nutzen - um zu zeigen, wie "böse" die Ukrainer sind.

Für Moskau könnte es auf der Krim noch schlimmer kommen

Ein baldiges Ende der Probleme auf der Krim ist jedoch ebenfalls nicht abzusehen. Im Interview mit "Focus Online" erklärte der deutsche Politikwissenschaftler Stefan Meister sogar, "dass man in Moskau davon ausgeht, dass es noch schlimmer wird". 

Die Halbinsel besitzt für Moskau neben ihrer militärischen Funktion auch einen enormen Symbolwert. Wenn die Ukraine den Druck auf eines von Putins Prestigeprojekten weiter erhöht, könnte der Rückhalt für seinen Krieg, der zuletzt bereits bröckelte, erneut kleiner werden.

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/news.de/stg

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