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Alexander Lukaschenko: Putin-Kumpel wird unter Druck gesetzt – Moskau will neue Front im Ukraine-Krieg

Wladimir Putin (l.) soll Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko (r.) zur stärkeren Beteiligung am Ukraine-Krieg drängen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Sergey Bobylev

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  • "Wall Street Journal" berichtet über Druck auf Alexander Lukaschenko aus Russland
  • Belarus-Diktator soll sich offenbar stärker an Militäroperationen gegen die Ukraine oder unkonventionellen Aktionen gegen die Nato beteiligen
  • Verbündeter von Wladimir Putin soll sein Land für Drohnenangriffe und eine Ausweitung der Frontlinie zur Verfügung stellen

Erst vor wenigen Tagen hat sich Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko öffentlich für Drohungen gegen die Ukraine bei Präsident Wolodymyr Selenskyj entschuldigt. Er beteuerte zudem, dass von seinem Land keine Gefahr ausgehe. Doch Zweifel an diesen Aussagen bleiben. Einem aktuellen Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge übt der Kreml nämlich derzeit massiven Druck auf seinen Verbündeten aus, eine neue Front im Ukraine-Krieg zu eröffnen.

Alexander Lukaschenko wird von Wladimir Putin unter Druck gesetzt, laut Bericht

Seit Anfang des Jahres laufe eine Kampagne, die darauf abzielt, Belarus entweder für militärische Operationen gegen die Ukraine oder für unkonventionelle Aktionen gegen Nato-Mitglieder einzusetzen, behaupten ehemalige und aktuelle Beamte aus Russland und Europa, die nicht namentlich genannt werden. Angesichts stockender Geländegewinne in der Ostukraine und schwindender innenpolitischer Unterstützung für Präsident Putin erwägt Russland offenbar diese Eskalation.

Russland und Belarus sind enge Partner

Belarus spielt dabei eine Schlüsselrolle – schließlich lagern dort russische taktische Atomwaffen. Zudem sind derzeit rund 2.000 russische Soldaten in Belarus stationiert, und im vergangenen Monat führten die beiden befreundeten Länder gemeinsame Nuklearübungen durch.Moskau nutzt darüber hinaus zunehmend Drohnen-Bodenstationen auf belarussischem Gebiet, um von Russland gestartete Drohnen tiefer in die Ukraine zu lenken. Diese Anlagen sollen bei jüngsten Angriffen auf Riwne, Schytomyr und Wolyn zum Einsatz gekommen sein.

Neue Front im Ukraine-Krieg befürchtet: Moskau stellt Forderungen an Minsk

Zu Moskaus konkreten Forderungen gehören dem WSJ-Bericht zufolge die Nutzung belarussischen Territoriums für Drohnenangriffe auf die Ukraine sowie eine Ausdehnung der Frontlinie nach Westen, um ukrainische Truppen von prioritären Gebieten im Osten abzuziehen. Ein ehemaliger russischer Geheimdienstoffizier bestätigte, dass Moskau Minsk unter Druck setzt und mit dem Entzug finanzieller Unterstützung droht, von der Belarus abhängig ist. Die meisten Gespräche liefen demnach zwischen Lukaschenko und dem russischen Botschafter Boris Gryslow. Alexander Piroznikov, Gründer der Denkfabrik Osteuropäisches Strategieforum, beteuert laut WSJ jedoch: "Ein Kriegseintritt stünde im Widerspruch zu Lukaschenkos strategischen Zielen, die offenbar mit einer Verbesserung seiner Beziehungen zum Westen verknüpft sind."

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/bua/news.de/stg

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