Wladimir Putin im Ukraine-Krieg: Ukraine-Spezialkräfte bomben strategischen Russen-Stützpunkt in Schutt und Asche
Neuer Rückschlag für Wladimir Putin: In Donezk haben ukrainische Spezialkräfte einen strategisch wichtigen Stützpunkt der russischen Armee in Schutt und Asche gelegt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Ramil Sitdikov
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe
17.06.2026 11.22
- Neuer Rückschlag für Wladimir Putin im Ukraine-Krieg
- "Bordel"-Stützpunkt in Donezk von Ukraine-Streitkräften komplett zerstört
- Zentrales Drehkreuz der Russen-Armee im Donbass liegt in Schutt und Asche
Knapp viereinhalb Jahre sind vergangen, seitdem Wladimir Putin seine Armee in die Ukraine schickte, um sich das russische Nachbarland im Rahmen einer "militärischen Spezialoperation" unter den Nagel zu reißen - doch was der Kreml-Chef in wenigen Tagen zu vollenden beabsichtigte, hat sich zu einem Angriffskrieg ausgedehnt, dessen Ende nach wie vor nicht absehbar ist. Nicht nur der Ukraine-Krieg selbst, auch die empfindlichen Rückschläge für Wladimir Putin und seine Soldaten scheinen kein Ende zu finden, wie aktuelle Berichte aus der Ukraine nahelegen.
Wladimir Putin kassiert erneuten Rückschlag im Ukraine-Krieg
In den Schlagzeilen aus dem Kriegsgebiet ist nämlich von einem verheerenden Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf einen russischen Militärstützpunkt in Donezk zu lesen, der sich in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 2026 zugetragen haben soll. Über den Angriff auf das militärische Drehkreuz im von Russland annektierten Donbass berichtete unter anderem das ukrainische Nachrichtenportal "Online.ua". In den sozialen Netzwerken verbreitete sich die Kunde vom herben Rückschlag für die russische Armee ebenfalls wie ein Lauffeuer, unter anderem durch einen Post, der bei X (vormals Twitter) von "WarTranslated" abgesetzt wurde.
Ukrainische Spezialkräfte bomben Putins Donezk-Stützpunkt in Schutt und Asche
Der von ukrainischen Spezialkräften für unbemannte Systeme ins Visier genommene und angegriffene Stützpunkt namens "Bordel" diente den Berichten zufolge mehreren russischen Einheiten als Operationsbasis. Betroffen waren die Verbände "Somali" und "Rubikon" sowie das Kommando der 9. motorisierten Schützenbrigade der 51. Armee der Russischen Föderation. Das zentrale Drehkreuz der russischen Streitkräfte fungierte als wichtiges Lager für die dort stationierten Putin-Truppen und diente sowohl als Materiallager als auch als Stützpunkt für die Führungsebene der 9. motorisierten Schützenbrigade. Nach dem vom9. Bataillon "Kairos" der 414. motorisierten Schützenbrigade "Ptakhi Magyara" durchgeführten Angriff auf die Basis liegt der kriegswichtige Knotenpunkt jedoch vollständig zerstört in Schutt und Asche.
Der folgenschwere Schlag gegen Wladimir Putins Militärbasis wurde dem Vernehmen nach von Robert "Magyar" Brovdi geleitet, dem Befehlshaber der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme. Er bestätigte die erfolgreiche Durchführung des Angriffs und lieferte Details zur Bedeutung des Ziels.
Ukraine-Befehlshaber bestätigt komplette Zerstörung von Putin-Stützpunkt im Donbass
Allerdings habe sich der nächtliche Einsatz nicht allein auf den Stützpunkt "Bordel" beschränkt: Die ukrainischen Drohneneinheiten attackierten zahlreiche weitere militärische Ziele in der operativen Tiefe des Gegners. Duf der Krim wurden dabei unter anderem fünf Küstenradaranlagen getroffen. Zudem zerstörten die Drohnen ein Osa-Luftverteidigungssystem bei Spartak im Gebiet Donezk. Auch Waffendepots, Werkstätten für schwere Drohnen und Ausbildungszentren für Personal standen auf der Zielliste. In Debalzewe im Gebiet Donezk wurde ein Schutzraum mit Waffen und militärischer Ausrüstung der 72. motorisierten Schützenbrigade des 3. Armeekorps angegriffen. Eine Drohnenwerkstatt der 14. Brigade in Sokologirsk in der Region Luhansk wurde ebenfalls zerstört.
Empfindlicher Rückschlag für Wladimir Putin in der Donezk-Region
Die Vernichtung des Stützpunkts "Bordel" stellt einen nicht zu unterschätzenden Verlust für die von Russland unterstützten Truppen im Gebiet Donezk dar. Der Angriff demonstriert die Schlagkraft der ukrainischen Drohnenverbände.
Die nächtliche Operation erstreckte sich über mehrere Regionen. In Mariupol wurde eine Drohneneinheit der 60. Brigade der Spezialkräfte der 5. Armee attackiert. Darüber hinaus griffen ukrainische Einheiten feindliche Logistiktransporte in den Gebieten Luhansk, Donezk und Cherson an. An den Einsätzen beteiligten sich mehrere Verbände, darunter die 20. Brigade des K-2 SBS sowie das 413. Bataillon der Spezialkräfte "Reid".
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