Donald Trump: "Lässt ihn wie einen Narren aussehen" - Ex-Verbündete rechnet mit Trump-Team ab
Donald Trump (l.) konnte sein Wahlversprechen, keine neuen Kriege zu beginnen, nicht halten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Martin Gottschling
11.06.2026 14.22
- Donald Trumps ehemalige Unterstützerin wirft dem Beraterteam des US-Präsidenten vor, ihn "wie einen Narren" aussehen zu lassen
- Hintergrund sind fehlende Hinweise von Trumps Mitarbeitern auf seine früheren Wahlversprechen
- Der Republikaner wollte sich aus internationalen Konflikten heraushalten, führt aber nun seit Monaten Krieg gegen den Iran
Anfang des Jahres griffen die USA Venezuela an und entführten dessen damals amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro. Nur wenige Wochen später folgte am 28. Februar der nächste Militärschlag gegen den Iran – dieses Mal gemeinsam mit Israel. Der Krieg im Nahen Osten ist noch immer nicht beendet, obwohl Donald Trump bereits mehrfach einen baldigen Deal mit Teheran angekündigt hatte. Generell wuchs in den vergangenen Monaten die Kritik an der Außenpolitik des US-Präsidenten – selbst innerhalb der eigenen Reihen. Schließlich hatte Trump während des Wahlkampfs 2024 noch versprochen, sich künftig aus internationalen Konflikten heraushalten zu wollen. Von seinem engsten Umfeld wird der 79-Jährige jedoch offenbar nicht auf seine Worte von gestern aufmerksam gemacht.
Donald Trump wird von Marjorie Taylor Greene an Wahlversprechen zu Kriegen erinnert
Das kritisierte Trumps ehemalige Verbündete Marjorie Taylor Greene in einem CNN-Interview, über das aktuell das Magazin "Newsweek" berichtet. Die republikanische Kongressabgeordnete, die heute als eine der schärfsten Kritikerinnen des Präsidenten gilt, sagte, dass Trumps Beraterteam ihn "wie einen Narren" aussehen lasse. Greene verwies in diesem Zusammenhang auf die Wahlversprechen des US-Präsidenten und sagte mit Blick auf den Iran-Krieg: "Dieser Krieg dürfte gar nicht stattfinden. Es war ein zentrales Wahlversprechen für 2024, Kriege im Ausland zu beenden und sich nicht mehr daran zu beteiligen." Nun falle es schwer, "die sogenannten Friedensgespräche ernst zu nehmen".
Team zeigt ihm alte Videos nicht: US-Präsident sieht laut Ex-Unterstützerin aus "wie ein Narr"
Nachdem Trump jüngst in einem Interview behauptet hatte, niemals einen Krieg ausgeschlossen zu haben, kursierten im Netz zahlreiche Videos mit seinen gegenteiligen Aussagen. "Sein Team sollte sich schämen, ihm diese Videos nicht gezeigt zu haben, in denen er seine Aussagen und Versprechen an das amerikanische Volk dokumentierte, denn das lässt ihn wie einen Narren aussehen", so Greene. Das Internet vergesse nicht – die Beweise seien überall zu finden.
Donald Trump führt weiter Krieg gegen den Iran
Der militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran wurde zuletzt erneut angeheizt, nachdem ein amerikanischer Apache-Hubschrauber über der Straße von Hormus abgestürzt war. Washington machte den Iran für den Vorfall verantwortlich.Allerdings bestehen weiterhin Unklarheiten über die genauen Umstände. Berichten zufolge ist unklar, ob der Helikopter gezielt angegriffen wurde oder ob eine Kollision mit einer iranischen Drohne zum Absturz führte. Dennoch führten US-Streitkräfte bereits am Mittwoch Vergeltungsschläge gegen den Iran durch - als Reaktion auf eine angeblich "ungerechtfertigte und anhaltende Aggression".
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