Donald Trump: US-Präsident beschimpft sie immer wieder - Reporterin hat eine Erklärung
Donald Trump reagiert regelmäßig ungehalten auf kritische Fragen von Journalistinnen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Martin Gottschling
11.06.2026 09.23
- CNN-Reporterin Kaitlan Collins spricht über Verbalattacken von Donald Trump gegen sie
- US-Präsident würde unangenehme Fragen generell nicht mögen, sich Frauen gegenüber aber heftiger verhalten
- Handelt es sich um eine bewusste Selbstinszenierung Trumps vor laufenden Kameras?
Donald Trump beschimpfte in den vergangenen Monaten wiederholt Journalistinnen, wenn sie ihm unangenehme Fragen bei Pressekonferenzen stellten. Eines der Opfer seiner Verbalattacken war CNN-Moderatorin Kaitlan Collins. Sie geriet bereits mehrfach ins Visier des US-Präsidenten. Die Reporterin hat eine Erklärung dafür, warum Trump ständig so ungehalten reagiert.
Donald Trump attackierte CNN-Reporterin Kaitlan Collins mehrfach
Bereits im April sprach Kaitlan Collins mit dem "New York Times"-Korrespondenten Shawn McCreesh über Trumps Verhalten. Das Gespräch wurde am Mittwoch, 9. Juni, vom "Interview Magazine" veröffentlicht. Laut Kaitlan Collins habe der Präsident grundsätzlich ein Problem mit unbequemen Fragen – unabhängig davon, von wem sie kommen. Allerdings falle vielen Menschen inzwischen auf, dass seine Reaktionen gegenüber Frauen deutlich heftiger ausfallen.
Journalistin spricht über Verhalten des US-Präsidenten vor laufenden Kameras
Collins sieht hinter Trumps öffentlichen Auftritten eine bewusste Inszenierung. Vor laufenden Kameras verhalte er sich völlig anders als abseits davon, erklärte sie gegenüber dem "Interview Magazine" weiter. "Er hat schon immer das Medienspiel gespielt", so die Moderatorin der Sendung "The Source". Früher habe er sogar unter falschem Namen bei Redaktionen angerufen, um positiv über sich selbst zu sprechen.
Eine Ironie entgeht Collins dabei nicht: Trumps Anhänger würden oft nicht erkennen, dass ihr Idol ausgerechnet von jenen Mainstream-Medien Bestätigung suche, die sie selbst so vehement ablehnen. Um Informationen zum Iran-Krieg zu verbreiten, rufe Trump ebenfalls die "etablierten Medien" an.
Donald Trump warf Kaitlan Collins vor, nie zu lächeln
Trump hat Collins mittlerweile bei zwei verschiedenen Gelegenheiten dafür angegriffen, dass sie nicht lächle. Bei einem Treffen im Oval Office im Februar stellte Collins dem Präsidenten Fragen zu den Opfern des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Trumps Reaktion: Er kommentierte ihren Gesichtsausdruck statt auf die Frage einzugehen."In den zehn Jahren, in denen du über mich berichtet hast, habe ich dich nie lächeln sehen", warf er ihr vor. Collins zieht daraus folgendes Fazit: "Ich glaube, viele waren frustriert darüber, wie seine Leute mit Epstein umgegangen sind, und dann zu verstehen, dass er der Frage gar nicht richtig zugehört hat."
Erst vergangene Woche legte er nach, als sie ihn zum eingestellten "Weaponization"-Fonds des Justizministeriums befragte. "Du bist die schlechteste Reporterin", polterte Trump laut "Daily Beast". "CNN hat keine Einschaltquoten wegen Leuten wie dir." Der US-Präsident wiederholte dabei seinen Vorwurf, Collins noch nie lächeln gesehen zu haben.
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