Wolodymyr Selenskyj: Öl-Anlagen in Flammen - Widerstandsgruppe meldet Schlag gegen Putins Luftabwehr
Angriff auf russische Ölanlagen: Partisanen wollen Luftabwehr sabotiert haben Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Erstellt von Mia Lada-Klein
25.05.2026 16.42
- Widerstandsgruppe meldet Sabotage an Kommunikationsanlagen
- Ukrainische Drohnen treffen wichtige Öl-Infrastruktur in Noworossijsk
- Russische Luftabwehr soll zeitweise massiv eingeschränkt gewesen sein
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Nach den jüngsten ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Infrastruktur gibt es neue Vorwürfe. Eine proukrainische Widerstandsgruppe behauptet, die russische Luftabwehr vor den Attacken gezielt geschwächt zu haben.
Sabotage soll Drohnenangriffe erleichtert haben
Die Partisanengruppe Atesh erklärte laut "Kyiv Independet", ihre Mitglieder hätten kurz vor den ukrainischen Angriffen mehrere Sabotageaktionen im Raum Noworossijsk durchgeführt. Demnach seien Kommunikationsanlagen und Teile der Stromversorgung beschädigt worden. Ziel sei es gewesen, die Koordination der russischen Luftabwehr zu stören und Radarsysteme teilweise lahmzulegen. Nach Angaben der Gruppe hätten russische Einheiten dadurch Schwierigkeiten gehabt, niedrig fliegende Drohnen rechtzeitig zu erkennen.
Ukrainische Angriffe treffen wichtige Öl-Infrastruktur
In der Nacht zum 23. Mai wurden mehrere strategisch bedeutende Anlagen in der russischen Hafenstadt Noworossijsk attackiert. Das ukrainische Militär bestätigte später Angriffe auf das Ölterminal Sheskharis sowie das Öldepot Grushovaya. Außerdem soll ein Tanker getroffen worden sein, den Kiew der sogenannten russischen "Schattenflotte" zurechnet. Nach offiziellen Angaben brachen an mehreren Stellen Feuer aus.
Öldepot spielt wichtige Rolle für russische Armee
Besonders das Depot Grushovaya gilt als bedeutend für die russische Energie- und Militärlogistik. Die Anlage zählt zu den größten Öllagern im Kaukasusraum und soll enorme Mengen an Erdölprodukten lagern können. Nach ukrainischen Angaben wird die Infrastruktur auch zur Versorgung russischer Streitkräfte mit Treibstoff genutzt. Das Terminal ist zudem eng mit dem russischen Staatsunternehmen Transneft verbunden, das eines der größten Pipeline-Netzwerke der Welt betreibt.
Russische Luftabwehr offenbar unter Druck
Die Aussagen der Partisanengruppe lassen vermuten, dass nicht nur Drohnenangriffe selbst, sondern auch koordinierte Sabotageakte zunehmend Teil des Konflikts werden. Sollten die Angaben zutreffen, wäre es den Angreifern gelungen, die russische Luftabwehr vorübergehend empfindlich zu schwächen. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es bislang allerdings nicht.
Dennoch zeigen die Vorfälle erneut, wie verletzlich wichtige Energieanlagen und militärische Infrastruktur inzwischen geworden sind.
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