Donald Trump: "Katastrophe" - US-Präsident rechnet öffentlich mit Biden und Obama ab
Trump lässt berühmtes Wasserbecken in Washington umbauen – Kritik wächst Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein
13.05.2026 18.23
- Trump lässt historischen Reflecting Pool in Washington umbauen
- US-Präsident greift Obama und Biden in Social-Media-Post an
- Kritik an Prioritäten des Präsidenten in wirtschaftlich schwieriger Lage
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Während die USA mit steigenden Lebenshaltungskosten, hoher Inflation und internationalen Krisen kämpfen, sorgt Donald Trump mit einem ungewöhnlichen Bauprojekt in Washington für Aufmerksamkeit. Der US-Präsident lässt den bekannten Reflecting Pool am Lincoln Memorial umfassend umbauen und feiert sich dafür öffentlich selbst.
Arbeiten am berühmten Reflecting Pool laufen
Gegenwärtig sind Arbeiter dabei, den Boden des bekannten Wasserbeckens zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial mit einem blauen Belag auszukleiden. Das Material wird normalerweise für Schwimmbäder verwendet. Der Reflecting Pool zählt zu den bekanntesten Orten der amerikanischen Hauptstadt. Dort hielt Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. 1963 seine berühmte Rede "I Have a Dream". Trump hatte die geplanten Umbauten bereits wenige Tage zuvor angekündigt.
Trump greift Obama und Biden scharf an
Parallel zu den Arbeiten veröffentlichte Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social erneut einen Beitrag, in dem er scharf gegen seine Vorgänger Barack Obama und Joe Biden austeilte. Dabei behauptete Trump, die früheren Regierungen hätten mehr als 100 Millionen Dollar in das Projekt investiert, ohne das Problem dauerhaft lösen zu können. Das Wasserbecken sei undicht gewesen und habe über Jahre hinweg nicht richtig funktioniert.
Trump schrieb:
- "Obama und Biden gaben über 100 Millionen Dollar aus. Es war undicht wie ein Sieb, sah schrecklich aus und war eine totale Katastrophe."
Donald Trump lobt sich selbst für Umbau
Wie so oft stellte sich Trump in seinem Beitrag selbst als Problemlöser dar. Er erklärte, erst unter seiner Führung werde das Projekt erfolgreich beendet. Besonders lobte er dabei Innenminister Doug Burgum und dessen Team. Gemeinsam wolle man die jahrelangen Probleme endgültig beseitigen. Laut Trump soll das Wasserbecken nach Abschluss der Arbeiten "prächtig glänzen".
Kritik an Donald Trumps Prioritäten
Die Aktion sorgt allerdings auch für Kritik. Laut einem Bericht von "yahoo! News" werfen Kritiker dem Präsidenten vor, sich in einer schwierigen wirtschaftlichen und außenpolitischen Lage mit vergleichsweise symbolischen Projekten zu beschäftigen. In den USA sind die Preise zuletzt deutlich gestiegen. Gleichzeitig belasten internationale Spannungen und die Situation rund um den Iran die politische Lage zusätzlich. Trotzdem setzt Trump aktuell offenbar bewusst auf öffentlichkeitswirksame Projekte und Angriffe gegen politische Gegner.
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