Politik

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD vergrößert Umfrage-Abstand zur CDU deutlich

AfD-Politiker Ulrich Siegmund (li.) neben Sven Schulze (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, bei der Veranstaltung "Wahlarena - Sachsen-Anhalts Wirtschaft fragt". Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa

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  • AfD im Umfrage-Hoch - Rechtsextreme Partei weit vor CDU
  • Sachsen-Anhalt wählt neuen Landtag im September 2026
  • 41 Prozent würden AfD in Sachsen-Anhalt wählen - CDU-Zuspruch nur bei 26 Prozent

Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erreicht die AfD in aktuellen Umfragen einen neuen Höchstwert. Laut dem aktuellen "Sachsen-AnhaltTREND" von Infratest dimap kommt die Partei auf 41 Prozent der Stimmen. Die CDU folgt mit deutlichem Abstand bei 26 Prozent, wie unter anderem "Focus online" schreibt.

Gesichert rechtsextreme AfD im Umfrage-Hoch vier Monate vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Der Landesverband der AfD wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Dennoch konnte die Partei im Vergleich zur letzten Erhebung vom September 2025 um zwei Prozentpunkte zulegen. Die Christdemokraten verloren hingegen einen Punkt. Die Umfrage wurde im Auftrag von "Magdeburger Volksstimme", "Mitteldeutsche Zeitung" und MDR durchgeführt.

Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl: Drei Parteien scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde

Hinter den beiden führenden Parteien positioniert sich die Linke mit 12 Prozent auf dem dritten Platz. Die SPD erreicht 7 Prozent der Zustimmung. Für mehrere Parteien würde es nach aktuellem Stand nicht für den Einzug ins Parlament reichen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht und die Grünen landen jeweils bei 4 Prozent und würden damit die Hürde verfehlen. Auch die FDP, die derzeit noch Teil der Landesregierung ist, würde den Sprung in den Landtag nicht schaffen. Wegen besonders niedriger Werte wird sie in der Erhebung nicht separat aufgeführt. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 6 Prozent.

AfD vs. CDU: Wer hätte bei einer Direktwahl in Sachsen-Anhalt die Nase vorn?

Bei einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten hätte der amtierende Regierungschef Sven Schulze von der CDU die Nase vorn. Er erreicht 36 Prozent Zustimmung, während AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf 32 Prozent kommt. Allerdings ist der Anteil der Unentschlossenen mit ebenfalls 32 Prozent beachtlich hoch.

Interessant: Bei der Frage nach der künftigen Regierungsführung liegen beide Parteien praktisch gleichauf. 44 Prozent der Befragten wünschen sich die CDU an der Spitze der nächsten Landesregierung, 43 Prozent sprechen sich für die AfD aus. 13 Prozent äußerten sich hierzu nicht oder waren unentschieden.

Umfragen sind keine Prognosen - deshalb sind die AfD-Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen

Bei der Interpretation der Zahlen ist indes Vorsicht geboten. Wahlumfragen unterliegen grundsätzlich verschiedenen Unsicherheitsfaktoren. Die Meinungsforschungsinstitute stehen vor wachsenden Herausforderungen: Immer weniger Wähler fühlen sich dauerhaft an eine Partei gebunden, und Entscheidungen fallen zunehmend kurzfristiger.

Diese Entwicklungen erschweren die korrekte Gewichtung der erhobenen Daten erheblich. Grundsätzlich gilt: Die Ergebnisse bilden lediglich die Stimmung zum Befragungszeitpunkt ab. Sie stellen keine verlässliche Vorhersage für den tatsächlichen Wahlausgang im September dar. Die Landtagswahl findet in rund vier Monaten statt.

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/news.de/dpa/stg

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