Wladimir Putin: Moskau droht mit Nuklear-Vergeltung bei Angriff auf Putin-Parade
Wladimir Putin hat für seine Siegesfeierlichkeiten eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg angekündigt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
Erstellt von Tobias Rüster
05.05.2026 13.07
- Wladimir Putins Parade in Gefahr: Warnung vor Gegenschlag
- Kreml droht mit Hyperschall-Rakete und Nuklear-Hammer
- Wladimir Putin verkündet Waffenstillstand - Selenskyj kontert
Russlands Verteidigungsministerium hat eine drastische Warnung ausgesprochen: Sollte die Ukraine versuchen, die Siegesparade auf dem Roten Platz zu stören, werde Moskau einen umfassenden Vergeltungsschlag gegen das Zentrum von Kiew ausführen. Die jährliche Militärparade markiert den 81. Jahrestag der Niederlage Hitler-Deutschlands und gilt als wichtigstes Prestigeereignis des Kremls.
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Wladimir Putins Parade in Gefahr: Warnung vor Gegenschlag
Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut Bericht des britischen Boulevardblatts "Daily Star", man werde "alle notwendigen Maßnahmen ergreifen", um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten.
- In einer ungewöhnlich direkten Ansage forderte Moskau die Zivilbevölkerung Kiews sowie Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen auf, die ukrainische Hauptstadt "umgehend zu verlassen", falls es zu einem Angriff auf Moskau kommen sollte.
Hintergrund der Drohung sind offenbar konkrete Befürchtungen russischer Sicherheitskräfte, dass die Ukraine mit verbesserten Drohnen und Raketen einen Angriff auf die Parade planen könnte.
Kreml droht mit Hyperschall-Rakete und Nuklear-Hammer
Die russische Drohung deutet auf den möglichen Einsatz der Hyperschall-Rakete Oreschnik [deutsch: "Haselstrauch", Red.] hin, die Wladimir Putin als Wunderwaffe präsentiert. Der russische Präsident behauptet, dass das Waffensystem in seiner konventionellen Ausführung die Zerstörungskraft einer vollständigen Atomexplosion erreiche.
- Putin äußerte laut "Daily Star" bereits früher: "Wenn man mehrere solcher Systeme gleichzeitig in einem Angriff einsetzt - zwei, drei oder vier Systeme - wird es in der Stärke mit einem Atomschlag vergleichbar sein."
- Die kremlnahe Zeitung "Komsomolskaja Prawda" warnte zudem, dass die Oreschnik "auch eine nukleare Konfiguration" besitze.
Das mobile Mittelstrecken-Raketensystem mit unabhängig lenkbaren Mehrfachsprengköpfen wurde Ende 2024 erstmals eingesetzt.
- Nach russischen (Propaganda-)Angaben gibt es keine wirksamen Abwehrmaßnahmen gegen die mit rund 12.000 km/h fliegende Waffe.
- Putin behauptet, konventionelle Oreschnik-Treffer erzeugten beim Aufprall Temperaturen von 4.000 Grad Celsius - nahezu so heiß wie die Sonnenoberfläche.
Bisher kam die Rakete zweimal zum Einsatz, im Januar 2026 nahe der Stadt Lwiw an der Nato-Grenze sowie zuvor in Dnipro - beide Male laut Berichten mit inaktiven Sprengköpfen.
Wladimir Putin verkündet Waffenstillstand - Selenskyj kontert
Der Kreml verkündete zuletzt einen einseitigen Waffenstillstand für Freitag (08.05.) und Samstag (09.05.), um die Militärparade vor Angriffen zu schützen. Diese zeitlich begrenzte Kampfpause soll ausschließlich die beiden Tage der Feierlichkeiten absichern.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte seinerseits an, ab Mitternacht am Dienstag (05.05.2026) eine Waffenruhe einzuhalten. Gleichzeitig stellte er jedoch klar, dass die Ukraine "symmetrisch" reagieren werde, falls Russland diese nicht respektiere.
In einer provokativen Äußerung hatte Selenskyj zuvor angedeutet, "ukrainische Drohnen" könnten "bei dieser Parade fliegen". Die Bemerkung verstärkte die russischen Befürchtungen vor einem möglichen Angriff auf das Prestigeereignis auf dem Roten Platz.
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