Politik

Donald Trump: Es kamen nur 4 Menschen - Trump-Rache wird zum Flop

Donald Trump "Gegenschlag" verpuffte mehr oder weniger. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump wollte Wahlkreise neu ziehen
  • Vier Besucher bei Kampagne für Trump-Rache
  • Experte rechnet mit Trump-Plan ab

Im US-Bundesstaat Indiana erreicht eine "beispiellose Vergeltungsaktion" laut "Raw Story" ihren Höhepunkt: US-Präsident Donald Trump versucht dort, republikanische Senatoren aus dem Amt zu drängen. Von den insgesamt 21 republikanischen Staatssenatoren in Indiana müssen sich in diesem Jahr acht einer Wiederwahl stellen - jene Politiker, die sich im vergangenen Jahr gegen Trumps Forderung zur Neuziehung der Wahlkreisgrenzen gestellt hatten.

Sieben dieser acht Amtsinhaber sehen sich nun mit Gegenkandidaten konfrontiert, die von Trump persönlich unterstützt werden. Der Grund für die präsidentielle Racheaktion liegt in einer gescheiterten Initiative aus dem vergangenen Jahr.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump wollte Wahlkreise neu ziehen - zum eigenen Vorteil

Damals forderte Trump die republikanischen Parlamentarier in Indiana auf, die Grenzen der Kongresswahlkreise neu zu ziehen - eine Maßnahme, die der Partei Vorteile verschafft hätte. Doch die Senatoren stellten sich gegen den Präsidenten. Die Konsequenz: Trump und seine Verbündeten initiierten eine Kampagne, um die widerspenstigen Republikaner bei den Vorwahlen zu stürzen.

Doch erste Anzeichen deuten darauf hin, dass das ambitionierte Vorhaben möglicherweise nicht wie geplant verläuft. Die Bemühungen, Trump-loyale Kandidaten als Herausforderer zu etablieren, zeigen dem Bericht zufolge unerwartete Schwächen.

Vier Besucher bei Kampagne für Trump-Rache

Wie "katastrophal" die Kampagne läuft, zeigt eine Wahlveranstaltung der vergangenen Woche. Die konservative Jugendorganisation Turning Point USA organisierte eine Mobilisierungsaktion für einen Trump-Kandidaten, der gegen den republikanischen Staatssenator Greg Good antritt - einen der Politiker auf der präsidialen Abschussliste.

Das Ergebnis der aufwendigen Vorbereitung war ernüchternd:

  • Gerade einmal vier Personen fanden den Weg zur Veranstaltung.
  • Davon gehörten drei Teilnehmer derselben Familie an.
  • Bei "Raw Story" wird von einer Blamage für die Trump-Anhänger gesprochen.

Experte rechnet mit Trump-Plan ab: "Viel Zerstörung für wenig Ertrag"

Die innerparteiliche Fehde findet nicht bei allen Republikanern Zustimmung. Marc Short, ein einflussreicher Parteistratege und ehemaliger Stabschef von US-Vizepräsident Mike Pence, äußert sich kritisch zu Trumps Vorgehen. Gegenüber dem Portal "Notus" bezeichnet er die Aktion als Vergeudung wertvoller politischer Mittel.

Short stellt den grundlegenden Charakter der Auseinandersetzung infrage. "Dies ist keine ideologische Auseinandersetzung, es geht um Treue zu Trump", erklärt der Berater. Die Kampagne verfolge demnach keine politischen Sachziele, sondern diene ausschließlich der Durchsetzung persönlicher Loyalität gegenüber dem Präsidenten. Seine Bilanz der Vergeltungsaktion fällt vernichtend aus:

  • "Es ist viel Zerstörung für sehr wenig Ertrag."

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.