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Donald Trump: "Jeder hasst ihn" - Ex-Insider erhebt schwere Vorwürfe gegen Trumps Familie

Wie beliebt ist Donald Trump beim Trump-Clan wirklich? Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Donald Trump unbeliebt bei eigener Familie laut Ex-Insider
  • Donald Trump muss immer im Mittelpunkt stehen
  • Bei Donald Trump sind Belehrungen tabu
  • Donald Trump kann einnehmend wirken

Anthony Scaramucci, ehemaliger Mitarbeiter im Weißen Haus und langjähriger Bekannter von Donald Trump aus dessen New Yorker Zeit, hat in einem Gespräch mit dem Podcaster Vlad Vexler eine brisante Behauptung über den US-Präsidenten aufgestellt. Der Geschäftsmann behauptet, dass Trump innerhalb seiner eigenen Familie auf breite Ablehnung stoße.

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Donald Trump unbeliebt bei eigener Familie laut Ex-Insider: "Jeder hasst ihn"

Was man wissen sollte, um die Worte von Scaramucci einzuordnen: Der Investor vollzog nach einer kurzen Episode im Weißen Haus einen öffentlichen Bruch mit Trump. Seither äußert er sich kritisch über den Präsidenten.

  • "Jeder hasst ihn", erklärte der New Yorker gegenüber Vexler.
  • Von Ehefrau Melania über die Kinder bis hin zu den Enkelkindern reiche die Distanz.
  • Die jüngste Generation der Familie empfinde ihren Großvater lediglich als merkwürdig, so Scaramucci.

Donald Trump muss immer im Mittelpunkt stehen

Die Gründe für die familiäre Entfremdung sieht Scaramucci in Trumps Erscheinungsbild und Verhalten. Wirkliche Beweise legt er nicht vor. Der Präsident trage orangefarbenes Make-up, verwende Schuheinlagen zur Größenoptimierung und ziehe an manchen Tagen ein Mieder an, so der Ex-Insider. Diese Eigenheiten würden selbst die Enkelkinder irritieren.

Noch problematischer sei jedoch Trumps zwanghafte Notwendigkeit, stets die zentrale Figur zu sein. "Er muss der König jedes Augenblicks sein", beschrieb Scaramucci das Verhalten des Präsidenten. Trump sei ein äußerst unbeholfener Mensch, der keine Situation ertrage, in der er nicht im Mittelpunkt stehe.

Bei Donald Trump sind Belehrungen tabu

Scaramucci führt das angeblich belastete Familienverhältnis auch auf ein narzisstisches Verhaltensmuster zurück.

  • Trump könne es nicht ertragen, wenn jemand etwas wisse, was ihm unbekannt sei. Sobald dies geschehe, würde der Präsident an die Decke gehen, wie der ehemalige Insider schildert.
  • Niemand dürfe Trump belehren oder den Anschein erwecken, in einer Sache besser informiert zu sein als er.
  • Diese Unfähigkeit, Wissenslücken einzugestehen oder von anderen zu lernen, präge sämtliche Interaktionen mit ihm. Selbst harmlose Hinweise würden als persönliche Angriffe aufgefasst.

Alle diese Verhaltensweisen passten laut Scaramucci perfekt in das klassische Schema eines Narzissten. Trump sei unfähig zur Selbstreflexion und könne keine Position akzeptieren, in der er nicht als allwissend erscheine.

Donald Trump kann einnehmend wirken

Trotz dieser negativen Charakterzüge räumte Scaramucci ein, dass Trump durchaus über positive Eigenschaften verfüge. Der Präsident könne in bestimmten Situationen durchaus einnehmend wirken und Großzügigkeit zeigen. Diese Facetten seines Wesens würden jedoch seine grundlegenden Probleme nicht aufwiegen.

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