Politik

Dmitri Medwedew: Wladimir-Putin-Scherge droht mit "nuklearer Apokalypse" und 3. Weltkrieg

Wladimir Putins Vize Dmitri Medwedew hat drohende Worte über die "nukleare Apokalypse" verloren – und erklärte im selben Atemzug, europäische Politiker seien "Idioten", die vom Krieg mit Russland "schwadronieren". Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Government/AP | Dmitry Astakhov

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  • Dmitri Medwedew droht mit "nuklearer Apokalypse" und 3. Weltkrieg
  • Enger Vertrauter von Wladimir Putin macht Stimmung gegen "Idioten" in Europa
  • Kreml-Hetzer Medwedew widerspricht sich selbst

Dmitri Medwedew, Wladimir Putins Stellvertreter im russischen Sicherheitsrat, hat bei einem Gespräch mit russischen Kindern vor einem möglichen dritten Weltkrieg gewarnt. Eine "nukleare Apokalypse" sei eine reale Möglichkeit, auch wenn er sich wünsche, dass es nicht dazu komme.

Dmitri Medwedew droht mit "nuklearer Apokalypse" und drittem Weltkrieg

"Gott bewahre natürlich, dass wir solche Ereignisse erleben, aber sie können nicht ausgeschlossen werden", erklärte Medwedew laut"Daily Express". Man müsse sich darauf vorbereiten. Deshalb verfüge Russland über eine strategische Nuklearstreitkräfte-Triade, die in "ordnungsgemäßem Zustand" gehalten werde. Es gehe um eine Frage der Existenz, so der frühere russische Präsident.

Putin-Stellvertreter ätzt gegen "Idioten" an der Macht in Europa

Für die gefährliche Weltlage machte Dmitri Medwedew den Westen verantwortlich. Europäische Politiker würden täglich wiederholen, ein Krieg mit Russland sei unvermeidlich. "Ich weiß nicht, woher sie das haben, aber es ist ein Mantra", sagte er. Die Behauptung, Russland werde Europa angreifen, werde ständig wiederholt. Die Europäische Union und Europa würden von "Idioten" geführt, so Medwedew. Es handele sich um "völlig destruktive, engstirnige Menschen, die von einem Krieg mit der Russischen Föderation schwadronieren". Russland selbst hege keinerlei aggressive Absichten gegenüber Europa, behauptete er. Dennoch drehe sich das Schwungrad weiter, und der Westen produziere "eine riesige Menge an Waffen".

Putin-Scherge Medwedew widerspricht sich selbst, wenn es um Russlands Konflikt mit Europa geht

Medwedews Aussagen stehen in bemerkenswertem Widerspruch zu seinen eigenen Worten. Er behauptete, kein einziges russisches Dokument, keine Rede und keine Erklärung erwähne die Notwendigkeit eines Konflikts mit Europa. Gleichzeitig drohen er selbst und die kremlnahen Staatsmedien nahezu täglich mit Angriffen auf den Westen.

Den Krieg gegen die Ukraine bezeichnete Medwedew als "spezielle Militäroperation", zu der Russland "gezwungen" worden sei. Die Gründe seien "bekannt", ohne diese jedoch zu erläutern. Zudem erinnerte er daran, dass die USA das einzige Land seien, das jemals Atomwaffen eingesetzt habe – ungeachtet aller Warnungen vor anderen Staaten wie dem Iran.

Dmitri Medwedew verbreitet Zukunftsangst und beschwört Konflikt für Generationen herauf

Medwedew zeichnete ein düsteres Bild für die Zukunft. Der aktuelle Konflikt werde voraussichtlich nicht einmal innerhalb einer Generation verschwinden, prophezeite er. Wer täglich behaupte, ein Krieg sei unvermeidlich, werde ihn letztlich auch bekommen. "Es könnte viele Gründe und Ursachen geben", warnte er. Auch an US-Präsident Donald Trump teilte der Putin-Vertraute aus. Dessen Behauptungen, bis zu zehn Kriege beendet zu haben, kommentierte Medwedew spöttisch: "Wir selbst verstehen, was die Worte dieses berühmten Politikers heute bedeuten." Das Problem sei, dass fast alle diese Konflikte wieder aufgeflammt seien.

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