Donald Trump: Brisante Pentagon-Mails decken US-Drohungen an die Nato auf
Donald Trump macht Druck auf die Nato. Interne E-Mails enthüllen Pläne der USA, Spanien aus der Nato zu schmeißen. Aber geht das überhaupt? Bild: dpa/AP/Jose Luis Magana
Erstellt von Ines Fedder
24.04.2026 12.26
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Brisante interne Dokumente aus dem US-Verteidigungsministerium sorgen für Aufruhr innerhalb der Nato. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erwägt Washington konkrete Vergeltungsmaßnahmen gegen Bündnispartner, die aus amerikanischer Sicht im Iran-Konflikt zu wenig Unterstützung leisten.
Donald Trump droht, Spanien aus der Nato zu werfen
Besonders brisant: In den Pentagon-Mails wird offen über einen möglichen Rauswurf Spaniens aus dem westlichen Militärbündnis diskutiert, berichtet unter anderem die "Bild". Auch Großbritannien gerät ins Fadenkreuz der US-Planer. Darüber hinaus sollen als "schwierig" eingestufte Mitgliedsstaaten künftig von bedeutenden Positionen innerhalb der Allianz ferngehalten werden.
Wie wahrscheinlich ist ein vollständiger Bruch Trumps mit der Nato?
Ein vollständiger Rückzug der Vereinigten Staaten aus der Nato oder die Räumung europäischer Militärstützpunkte stehen den Dokumenten zufolge allerdings nicht zur Diskussion. Dennoch verschärft sich der Ton aus Washington merklich.
Falkland-Inseln und Nato-Posten im Visier
Die durchgesickerten Pentagon-Dokumente offenbaren ein ganzes Arsenal möglicher Sanktionen gegen widerspenstige Verbündete. Neben dem diskutierten Ausschluss Spaniens aus der Allianz steht auch eine Kürzung der amerikanischen Rückendeckung für die britischen Territorialansprüche auf die Falkland-Inseln im Raum.
US-Präsident macht Druck wegen mangelnder Kooperation im Iran
Zusätzlich planen die US-Strategen, Länder mit unkooperativer Haltung systematisch von einflussreichen und prestigeträchtigen Funktionen innerhalb des Bündnisses auszuschließen. Die Vorschläge zirkulieren laut den Berichten auf höchster Ebene im Pentagon.
Auslöser der Überlegungen ist der Unmut über mangelnde Kooperation bei US-Militäroperationen. Überflugrechte, Zugang zu Stützpunkten und deren Nutzung bezeichnet das Verteidigungsministerium als "absolutes Minimum" dessen, was von Nato-Partnern erwartet werde.
Trump kritisiert Verbündete scharf
Der Konflikt wurzelt in der amerikanischen Verärgerung über ausbleibende Hilfe bei Militäreinsätzen im Iran. Konkret geht es um die Verweigerung von Überflugrechten sowie den Zugang zu strategisch bedeutsamen Basen. Spanien hatte es abgelehnt, US-Angriffe von seinem Territorium aus zu ermöglichen.
Präsident Donald Trump hatte die Bündnispartner mehrfach heftig attackiert. Sein Vorwurf: Einige Staaten stellten ihre Stützpunkte nicht zur Verfügung und verweigerten sich einer Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus.
Allerdings stößt die Drohkulisse an rechtliche Grenzen. Ein Ausschluss Spaniens aus der Nato wäre praktisch kaum durchsetzbar, da die Vereinigten Staaten ein Mitgliedsland nicht im Alleingang aus dem Bündnis entfernen können. Der Vorgang verdeutlicht jedoch, wie massiv der Iran-Krieg das transatlantische Bündnis belastet.
Sánchez bleibt gelassen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez zeigt sich von den Drohungen aus Washington unbeeindruckt. Sein Land orientiere sich nicht an "E-Mails", sondern ausschließlich an offiziellen Beschlüssen, erklärte er. Spanien sei und bleibe ein "loyaler Partner" innerhalb des nordatlantischen Bündnisses.
Hintergrund der Spannungen ist die spanische Weigerung, den USA die Nutzung von Militärbasen und des Luftraums für Angriffe im Iran-Krieg zu gestatten. Madrid hatte entsprechende Anfragen abgelehnt.
Wie wahrscheinlich ist ein Nato-Ausschluss von Spanien?
Obwohl Washington nun Gegenmaßnahmen prüft, gilt ein tatsächlicher Ausschluss Spaniens aus der Nato als rechtlich nahezu unmöglich. Die Vereinigten Staaten können ein Mitgliedsland nicht einseitig aus der Allianz drängen.
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