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Donald Trump: Rettungspläne zum Scheitern verurteilt - Republikaner wüten gegen ihn

Donald Trumps Rettungspläne für die bereits zum zweiten Mal insolvente Airline "Spirit" stoßen auf Widerstand. Bild: dpa/AP/Matt Rourke

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  • Donald Trump plant umstrittene Rettungsaktion der Airline "Spirit"
  • Widerstand formiert sich - Republikaner wettern gegen den US-Präsidenten
  • Finanzhilfen würden ins Leere laufen - darum ist Trumps Plan zum Scheitern verdammt
  • So reagiert das Weiße Haus auf die Kritik

Die Trump-Administration verhandelt offenbar über ein Rettungspaket in Höhe von 500 Millionen Dollar für die angeschlagene Billigfluggesellschaft Spirit Airlines – und erntet dafür heftigen Gegenwind aus den eigenen Reihen. Laut "Reuters" könnte der Deal der US-Regierung im Gegenzug für das Darlehen Optionsscheine einbringen, die zu einer erheblichen Beteiligung am Unternehmen führen würden.

Donald Trump bringt fetten Rettungs-Deal für "Spirit Airlines" ein

Präsident Trump selbst hatte die Idee ins Spiel gebracht: "Spirit steckt in Schwierigkeiten und ich würde es begrüßen, wenn jemand Spirit kaufen würde. Es geht um 14.000 Arbeitsplätze", erklärte er gegenüber CNBC. "Vielleicht sollte die Bundesregierung dabei helfen."

Billig-Airline bereits zum zweiten Mal insolvent

Die Airline musste im August zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Insolvenzschutz beantragen. Ein vorläufiges Abkommen mit Gläubigern war gescheitert, nachdem Ölpreissprünge infolge amerikanischer und israelischer Angriffe auf den Iran die Treibstoffkosten massiv in die Höhe getrieben hatten.

Republikaner wettern gegen Trumps Rettungsplan: "absolut schreckliche Idee"

Der texanische Senator Ted Cruz – eigentlich ein treuer Trump-Unterstützer – machte seinem Unmut auf der Plattform X Luft: "Das ist eine absolut schreckliche Idee. Die Tarp-Unternehmensrettungen waren ein riesiger Fehler und die Regierung versteht verdammt noch mal nichts davon, eine gescheiterte Billigairline zu führen, die die Biden-Regierung umgebracht hat."

"Keine sinnvolle Verwendung von Steuergeldern"

Auch sein Senatskollege Tom Cotton aus Arkansas zeigte sich skeptisch. Wenn weder die Gläubiger von Spirit noch andere potenzielle Investoren glaubten, dass die Airline nach ihrer zweiten Insolvenz in weniger als zwei Jahren profitabel geführt werden könne, dann werde es der US-Regierung wohl kaum besser gelingen. "Keine sinnvolle Verwendung von Steuergeldern", urteilte Cotton.

Trumps Ex-Vertraute Greene rechnet mit Trump ab: "America last"

Die ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene, die erst vor kurzem Opfer von Trumps Hasstiraden auf Social Media wurde, ging noch deutlich weiter in ihrer Kritik. Auf X attackierte sie die Regierung frontal: "Die Trump-Administration wird Spirit Airlines mit 500 Millionen Dollar eurer Steuergelder retten, weigert sich aber, irgendetwas gegen die Kosten für Krankenversicherung zu unternehmen. Oder die Lebenshaltungskosten. Oder Benzin und Diesel."

Greene verwies darauf, dass Spirit bei Kunden wegen schlechtem Service, unbequemen Sitzen ohne Verstellfunktion und hohen Gepäckgebühren schlecht abschneide. Ihre Bilanz fiel vernichtend aus: "Ihr bekommt keinen Doge-Scheck. Ihr bekommt keinen Zoll-Erstattungsscheck. Ihr bekommt denselben America Last-Schwachsinn von eurer Regierung."

Konservativer Stratege: "Wir sollten sie scheitern lassen"

Auch außerhalb des Kongresses stößt der geplante Deal auf Ablehnung, berichtet unter anderem "Rawstory". Der republikanische Stratege Shermichael Singleton erklärte bei CNN, er stimme dem Präsidenten in dieser Frage überhaupt nicht zu. "Ich bin ein Konservativer der alten Schule nach Adam Smith und Roger Scruton. Das ist in keiner Weise die Aufgabe der Regierung", betonte er. Spirit sei eine "schreckliche Airline", die am Markt scheitere – und genau das solle man zulassen.

So reagiert Trump auf die Kritik aus den eigenen Reihen

Donald Trump wies die Kritik zurück und schob die Verantwortung der Vorgängerregierung zu. Regierungssprecher Kush Desai erklärte gegenüber den Medien, "Spirit" stünde finanziell deutlich besser da, hätte die Biden-Administration nicht die Fusion mit "JetBlue" blockiert. Man beobachte die Lage der US-Luftfahrtbranche weiterhin aufmerksam.

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/sfx/news.de/stg

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