Donald Trump: US-Präsident sucht neuen Verantwortlichen - "Es ist absolut verrückt"
Der britische Premierminister Keir Starmer (links) und US-Präsident Donald Trump. Er fordert Großbritannien dazu auf, fossile Brennstoffe in der Nordsee zu fördern. Bild: dpa/PA Wire/Ian Vogler/Daily Mirror
Erstellt von Ines Fedder
15.04.2026 11.47
- Donald Trump fordert Großbritannien dazu auf, die Offshore-Ölproduktion in der Nordsee hochzufahren
- US-Präsident bezeichnet Verweigerung Großbritanniens als "absolut verrückt"
- Bundesregierung sucht Wege, um Energiepreise zu senken
Die zeitweise Schließung der Straße von Hormus, eines der wichtigsten Seewege in der Energieindustrie, sorgte für eine weltweite Energiekrise. Die Benzinpreise stiegen infolge des Iran-Kriegs auf fast drei Euro pro Liter. Trumps Mittel der Wahl, um den Iran zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, war wiederum eine Gegenblockade, die laut eigener Aussage "erfolgreich" war.Donald Trump berichtete gegenüber "Fox News" sogar von einem Ende des Krieges, wenn auch weniger überzeugend als noch vor ein paar Tagen.
Donald Trump fordert Großbritannien auf, fossile Energie aus der Nordsee zu gewinnen
Und dennoch gilt die USA für die europäischen Verbündeten als rotes Tuch. Trumps Alleingang im Iran hat die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht. Doch wenn man dem US-Präsidenten glaubt, gibt es für das Energieproblem eine einfache Lösung, die ausgerechnet Großbritannien bisher verweigert.
Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social schrieb Donald Trump in einem Statement noch am 14. April: "Europa braucht dringend Energie, und trotzdem weigert sich Großbritannien, die Nordsee zu erschließen, eines der größten Ölfelder der Welt." Es sei "tragisch", dass Großbritannien im Gegensatz zu Norwegen sich diesem Markt verschließe. Sie sollen "endlich bohren". Und weiter: "Es ist absolut verrückt, dass sie es nicht tun." Im gleichen Zuge forderte Donald Trump das Aufgeben der Förderung erneuerbarer Energien. "Schluss mit Windmühlen", schreibt Trump hier.
Fokus Großbritanniens liegt auf Windenergie
Der verbale Angriff Trumps in Richtung Großbritannien bezieht sich auf die seit längerem andauernde Debatte über Englands Ölförderung in der Nordsee. Das frühere Zentrum der Offshore-Ölproduktion wurde abgelöst durch die zuletzt stark fokussierten erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Windkraft. Trump kritisiert hier deutlich die Abkehr vom fossilen Brennstoff.
Bundesregierung sucht nach Wegen aus dem Benzinpreis-Dilemma
Während Donald Trump in Sachen Energiekrise einen weiteren "Schuldigen" sucht, stellte die Bundesregierung ihren Plan zur Senkung der Spritpreise vor. Darunter eine umstrittene Prämie, die ausgezahlt werden soll. Kritiker:innen bemängeln, dass der Plan der Koalition jedoch nicht beim Verbraucher ankommt.
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