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Donald Trump: "Abnormer Hass" - Trump rechnet in Davos mit Putin und Selenskyj ab

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat sich Donald Trump auch über die Zukunft der Ukraine geäußert. Bild: dpa/AP/Evan Vucci

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  • US-Präsident spricht in Davos über Ukraine-Verhandlungen: Es gibt Fortschritte
  • Donald Trump: Äußerung über Wladimir Putin und Selenskyj überrascht
  • Treffen in Moskau - was geschieht als nächstes?

Donald Trump hat sich in Davos beim Weltwirtschaftsforum nicht nur zur Zukunft Grönlands geäußert, sondern auch über die Verhandlungen im Ukraine-Krieg gesprochen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit forciert der US-Präsident eine Beendigung des fortwährenden Krieges. Ursprünglich wollte er ihn binnen weniger Tage beenden. Heute, Monate später, herrscht immer noch Krieg. Und dennoch soll es Fortschritte geben.

Treffen mit Selenskyj und Trump in Davos geplant

Wie unter anderem "newsweek.com" berichtet, sei man laut Präsident Donald Trump "ziemlich nahe" an einer Beendigung des Krieges dran. Das Weiße Haus bemühe sich weiter um ein Friedensabkommen. Während seines Aufenthaltes in Davos wolle er sich mit dem Ukraine-Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. US-Gesandter Steve Witkoff wird indes in Moskau erwartet, um gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Jared Kushner weiter zu verhandeln.

Daran scheitert der Friedensplan zwischen der Ukraine und Russland bisher

Alles gute Zeichen, allerdings stecke man bei den Ukraine-Verhandlungen derzeit in einer Zwickmühle. Es gibt erhebliche Meinungsverschiedenheiten über territoriale Zugeständnisse und die Kontrolle über das Kernkraftwerk Saporischschja. Auch die Ausarbeitung der ukrainischen Sicherheitsgarantien nach dem Krieg sorgt für Zwist.

Donald Trump: "Ungeheurer Hass" zwischen Putin und Selenskyj

Überraschend ist Trumps Aussage über das Verhältnis von Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj. Gegenüber der Presse erklärte er am vergangenen Mittwoch, dass ein "ungeheurer" und "abnormer Hass" zwischen den beiden herrsche. Verhandlungen seien daher "ein schwieriger Balanceakt", so Trump. Und dennoch ist ein Ende des Krieges nicht ausgeschlossen!

"Wenn sie es nicht tun, sind sie dumm..."

"Ich glaube, sie sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem sie zusammenkommen und eine Einigung erzielen können. Und wenn sie es nicht tun, sind sie dumm. Das gilt für beide. Und ich weiß, dass sie nicht dumm sind. Aber wenn sie das nicht hinbekommen, sind sie dumm... Diese Einigung muss zustande kommen. Zu viele Menschen sterben. Es ist es nicht wert."

Interessant ist: Laut Trumps Unterhändler Steve Witkoff sei es Russland gewesen, welches auf ein erneutes Verhandlungstreffen in Moskau beharrte. "Es sind die Russen, die um dieses Treffen bitten", erklärte Witkoff am Donnerstag in Moskau. Er ist sich sicher, dass es ein wichtiges "Signal" sei. "Ich habe einfach das Gefühl, dass sich dort jeder Frieden wünscht, dass es an der Zeit ist", so Witkoff.

Eine Meinung, die offenbar auch Donald Trump teilt. "Vor diesem Hintergrund glaube ich, dass Russland ein Abkommen will, ich glaube, die Ukraine will ein Abkommen. Und wir werden versuchen, ein Abkommen zu erzielen, so Trump.

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/bos/news.de

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