Polizeimeldung Altmarkkreis Salzwedel, 26.03.2026: Polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeirevieres Altmarkkreis Salzwedel 2025
Die Polizei Sachsen-Anhalt informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Matthias Bein
Erstellt von Team Datenjournalismus
26.03.2026 16.28
Für Vermögens hat das Polizeirevier Salzwedel mehrere aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:
Für den Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Altmarkkreis Salzwedel stellt sich die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) folgendermaßen dar:
Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Altmarkkreis Salzwedel insgesamt 4.429 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 411 Fälle bzw. 8,5 % .
Die Aufklärungsquote (AQ) konnte deutlich auf 62,1 % gesteigert werden (2024: 55,3 %). Damit liegt das Polizeirevier über dem Landesdurchschnitt.
Entwicklung der Hauptdeliktgruppen Entwicklung der Hauptdeliktgruppen
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt im Detail die Entwicklung der wichtigsten Delikt-gruppen im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Altmarkkreis Salzwedel.
Straftaten gegen das Leben
Im Jahr 2025 wurde in 3 Fällen an Straftaten gegen das Leben ermittelt. Alle drei Fälle konnten aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 100% entspricht. Diese Deliktgruppe umfasst in der Zuständigkeit des Polizeireviers die fahrlässige Tötung sowie den Abbruch der Schwangerschaft.
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist im Jahr 2025 auf 56 Fälle angestiegen (2024: 46 Fälle), was einem Zu-wachs von 21,7% entspricht. Die Aufklärungsquote liegt mit 94,6% weiterhin auf einem sehr hohen Niveau (2024: 91,3%). Innerhalb dieser Deliktgruppe ist insbesondere die Zahl der an-gezeigten Vergewaltigungen auffällig: 2025 wurden 12 Fälle registriert (2024: 4 Fälle). Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern ist weiterhin ein Thema, wobei die Fallzahlen von 6 im Vorjahr auf 4 im Berichtsjahr gesunken sind. Die hohe Aufklärungsquote in diesem Bereich ist ein positives Signal, dennoch bleibt die Prävention und Sensibilisierung in der Bevölkerung ein wichtiger Schwerpunkt.
Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit
Im Jahr 2025 wurden 1.044 Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit erfasst (2024: 1.013 Fälle), was einem leichten Anstieg um 3,1 % entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 90,6% (2024: 91,7%). Zu dieser Deliktgruppe zählen insbesondere Raubstraftaten, Körperverletzungsdelikte sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit wie Nötigung, Bedrohung, Nachstellung und Freiheitsberaubung.
Die Zahl der Raubdelikte ist deutlich zurückgegangen: 2025 wurden 9 Fälle registriert (2024: 19 Fälle). Körperverletzungsdelikte blieben mit 634 Fällen (2024: 649) nahezu konstant. Straftaten gegen die persönliche Freiheit stiegen von 345 auf 401 Fälle an (+16,2%).
Diebstahlsdelikte gesamt
Die Diebstahlsdelikte stellen weiterhin einen bedeutenden Anteil an der Gesamtkriminalität dar, sind jedoch im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Es wurden 1.065 Fälle registriert (2024: 1.415 Fälle), was einem Rückgang um 24,7% entspricht. Die Aufklärungsquote konnte auf 35,3% gesteigert werden (2024: 30,0%). Besonders auffällig ist der Rückgang bei Diebstählen aus Wohnungen (2025: 50 Fälle, 2024: 78 Fälle), an/aus Kraftfahr-zeugen (2025: 78 Fälle, 2024: 108 Fälle) sowie in/aus Büro-, Lager- und Werkstätten (2025: 38 Fälle, 2024: 63 Fälle). Die Zahl der Diebstähle in/aus Warenhäusern und Geschäften ist ebenfalls leicht gesunken (2025: 242 Fälle, 2024: 278 Fälle).
Vermögens: und Fälschungsdelikte
Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte ist ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen. 2025 wurden 647 Fälle registriert (2024: 764 Fälle), was einem Minus von 15,3% entspricht. Die Aufklärungsquote konnte deutlich auf 58,9% gesteigert werden (2024: 39,4%). Innerhalb dieser Deliktgruppe ist insbesondere der Betrug mit 373 Fällen (2024: 575 Fälle) weiterhin der häufigste Einzeltatbestand, gefolgt von Unterschlagung mit 131 Fällen (2024: 147 Fälle). Die Entwicklung zeigt, dass insbesondere im Be-reich des Betrugs weiterhin ein hoher Handlungsbedarf besteht, auch wenn die Fallzahlen rückläufig sind.
Sonstige Straftaten nach StGB
Die sonstigen Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (StGB) sind im Jahr 2025 leicht angestiegen. Es wurden 1.427 Fälle registriert (2024: 1.361 Fälle), was einem Zuwachs von 4,8% entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 58,2% (2024: 56,0%). Zu den wichtigsten Einzeldelikten zählen:
Widerstand gegen die Staatsgewalt: 250 Fälle (2024: 195 Fälle), ein deutlicher An-stieg um 28,2%. Brandstiftung: 55 Fälle (2024: 41 Fälle), Anstieg um 34,1%. Sachbeschädigung: 639 Fälle (2024: 610 Fälle), Anstieg um 4,8%.
Verstöße gegen strafrechtliche Nebengesetze
Die Zahl der Verstöße gegen strafrechtliche Nebengesetze ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Es wurden 187 Fälle registriert (2024: 241 Fälle), was einem Rückgang um 22,4% entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 86,6% (2024: 90,0%). Innerhalb dieser Deliktgruppe sind insbesondere die Rauschgiftdelikte mit 104 Fällen (2024: 152 Fälle) hervorzuheben, die um 31,6% zurückgegangen sind.
Rauschgiftdelikte
Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Es wurden 104 Fälle registriert (2024: 152 Fälle), was einem Rückgang um 31,6% entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 89,4%. Der Rückgang betrifft insbesondere allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Polizei führt dies auf die Auswirkungen des Konsumcannabisgesetz – KcanG zurück.
Brandstiftungen
Im Jahr 2025 wurden 55 Fälle von Brandstiftung erfasst (2024: 41 Fälle), was einem Anstieg um 34,1% entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 23,6% und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (2024: 51,2%) deutlich gesunken. Die niedrige Aufklärungsquote zeigt, dass Brandstiftungen weiterhin eine besondere Herausforderung für die Ermittlungsarbeit dar-stellen. Die Polizei wird daher ihre Anstrengungen in diesem Bereich weiter intensivieren.
Sachbeschädigungen
Die Zahl der Sachbeschädigungen ist im Jahr 2025 erneut angestiegen. Es wurden 639 Fälle registriert (2024: 610 Fälle), was einem Zuwachs von 4,8% entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 29,1% (2024: 32,1 %). Sachbeschädigungen machen einen Anteil von rund 11,7% an der Gesamtkriminalität im Landkreis aus.
Straftaten gegen die Umwelt
Im Bereich der Straftaten gegen die Umwelt wurden 2025 ins-gesamt 11 Fälle registriert (2024: 6 Fälle), was einem Anstieg um 83,3% entspricht. Die Delikte umfassen unter anderem illegale Abfallbeseitigung, Gewässerverunreinigung und Verstöße gegen das Naturschutzgesetz. Die Polizei arbeitet hier eng mit den zuständigen Umweltbehörden zusammen. Die Aufklärungsquote liegt bei 54,5% (2024: 50%).
Computerkriminalität
Die Computerkriminalität ist im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Es wurden 162 Fälle registriert (2024: 188 Fälle), was einem Rückgang um 13,8% entspricht. Die Aufklärungsquote konnte deutlich auf 66,7% gesteigert werden (2024: 16,5%). Die Polizei beobachtet weiterhin eine hohe Dynamik in diesem Deliktsfeld und setzt auf spezialisierte Ermittlungsgruppen sowie Präventionsarbeit, um Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren im digitalen Raum zu sensibilisieren.
Im Jahr 2025 wurden 1.862 Tatverdächtige ermittelt.
Die Verteilung nach Altersgruppen und Geschlecht stellt sich wie folgt dar:
Quelle: PKS Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel, Erfassungszeitraum 01.01.-31.12.2025
Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 15%.
Bilder zu den Fällen finden Sie in der Originalmeldung der Polizei.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeirevier Salzwedel. Teilweise werden Reports erst nach einem Tag nachgemeldet; es kann daher vorkommen, dass Meldungen mit einer Verzögerung von bis 24 Stunden veröffentlicht werden. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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