Iran-Krieg: Ölpreise steigen wieder

Brent kostet wieder knapp 100 Dollar je Barrel, obwohl der Ölpreis auf Wochensicht deutlich gefallen ist. Welche Rolle Trumps nächste Entscheidung zum Iran-Krieg spielt.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Wirtschaftsnachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Dmitry Nikolaev

Die Ölpreise steigen wieder. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Januar kostete 99,79 US-Dollar und damit eineinhalb Prozent mehr als am Vortag.

Zuvor hatten die deutlichen Gewinne der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen einen Preisrutsch ausgelöst. Trotz der jüngsten Erholung liegt Brent auf Wochensicht noch immer rund 15 Prozent im Minus.

US-Präsident Donald Trump will über die Frage einer möglichen Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran bald entscheiden. Erklärtes Ziel seines im Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges ist es, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern.

"Wollen wir noch weiter gehen mit den Angriffen, damit so etwas nie wieder passieren wird?", sagte Trump Reportern im Weißen Haus. "Ich würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, wenn möglich, aber vielleicht muss ich es tun", sagte der Präsident und fügte hinzu, das würden diese "bald genug" erfahren. Der Iran hatte sich zuvor am Tag nach den Zwischenwahlen mit der herben Niederlage für Trumps Republikaner kämpferisch gegeben.

Weiterhin erhebliche Differenzen zwischen den Konfliktparteien

Am Ölmarkt wächst die Hoffnung auf ein schnelleres Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran. Allerdings bestehen weiter erhebliche Differenzen zwischen den Konfliktparteien. Teheran fordert die Aufhebung der amerikanischen Seeblockade, eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, bevor die Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet wird.

Dennoch gibt es Hinweise auf Fortschritte bei den diplomatischen Bemühungen. Einem Bericht der "New York Times" zufolge prüft der Iran Vorschläge von Vermittlern zu seinem Atomprogramm. Dies deutet darauf hin, dass die Bemühungen Katars, eine erneute umfassende militärische Eskalation zu verhindern, an Wirkung gewinnen.

"Entscheidend ist, ob das Weiße Haus seine Strategie gegenüber dem Iran ändert", sagte Pavel Molchanov, Analyst bei Raymond James, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine dauerhafte diplomatische Einigung, die zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führe, könnte die Ölpreise noch weiter sinken lassen. Allerdings sei weiterhin Skepsis angebracht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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