Europäische Zentralbank: Bundesregierung für zügige Entscheidungen zur EZB-Spitze

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat ihren baldigen Rückzug angekündigt. Wie positioniert sich der große Euro-Staat Deutschland?

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Wirtschaftsnachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Wirtschaftsnachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Dmitry Nikolaev

Die Bundesregierung strebt angesichts des vorzeitigen Rückzugs von Präsidentin Christine Lagarde zügige Entscheidungen über die künftige Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte, mehrere zentrale Positionen seien neu zu besetzen. "Deutschland wird sein Gewicht als größter Staat im Euroraum einbringen, um eine breit getragene und verantwortungsvolle neue Führungsspitze der EZB zu bilden."

Klingbeil sagte, man werde gemeinsam im Euroraum darüber beraten und zeitnah entscheiden. Er sei mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) und seinen europäischen Amtskolleginnen und Amtskollegen hierzu im engen Austausch.

Klingbeil: Stabiler Euro auch in Krisen

Der Vizekanzler sagte, unter der Führung Lagardes habe die EZB den Euro auch in Krisenzeiten stabil gehalten: "Als die Corona-Pandemie Europa hart getroffen hat, als Russland die Ukraine überfallen hat, genauso wie zuletzt angesichts der wirtschaftlichen Erschütterungen durch den Iran-Krieg." Er habe großen Respekt vor Lagardes Arbeit als EZB-Präsidentin und danke ihr herzlich.

Wie die EZB mitteilte, gibt die Französin ihren Posten zum 7. Februar 2027 auf. Regulär wäre ihre achtjährige Amtszeit bis Ende Oktober 2027 gelaufen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.