Bahn: Verbraucherzentralen: Nur noch fünf Ticket-Arten im ÖPNV

Mit dem Deutschlandticket müssen sich Vielfahrer keine Gedanken über Tarifwaben und Preiszonen mehr machen. Gelegenheitsnutzer tun sich damit aber oft schwer. Verbraucherschützer haben eine Idee.

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Aktuelle Nachrichten zum Thema Bahnverkehr lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / den-belitsky

Die Verbraucherzentralen fordern ein einheitliches einfaches Fahrpreismodell im gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wer in Deutschland Bus und Bahn nutzt, braucht ein Tarifsystem, das überall gleich funktioniert." Das Deutschlandticket sei ein erfolgreicher Anfang, um den Tarifdschungel zu beenden. Gelegenheitsnutzer stünden aber weiterhin vor einem unübersichtlichen Flickenteppich aus Verbundgrenzen, Tarifzonen und Ticketangeboten.

Der Verband schlägt ein Preismodell vor, das sich allein an der "genutzten Zeit im ÖPNV" auf Basis des Fahrplans orientiert. Konkret sollte es nur noch fünf Ticket-Arten geben - für 15 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten, 120 Minuten und für 24 Stunden. Dieser Tarifansatz sei einheitlich nutzbar, intuitiv und leicht verständlich, heißt es in einem Positionspapier. Das Prinzip müsse von Fahrgästen einmal verstanden werden und könne dann überall gelten.

Alternativen zum Auto bei hohen Spritpreisen

Damit würde der öffentliche Nahverkehr auch für Menschen deutlich einfacher, die nur ab und zu Busse und Bahnen nutzen und auch kein Abo abschließen möchten. "Gerade in Zeiten steigender Spritpreise brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher attraktive Alternativen zum Auto", sagte Pop. Das System sollte digital, aber auch analog etwa mit Fahrscheinautomaten nutzbar sein.

Das Deutschlandticket ermöglicht bundesweit Fahrten im Nahverkehr und wird von rund 14,5 Millionen Menschen genutzt. Es wird als monatlich kündbares Abo angeboten und kostet seit Jahresbeginn 63 Euro im Monat.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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