Fahrrad: Fahrradmesse Eurobike sucht neue Ausrichtung
Die Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt steht vor einer Neuausrichtung: Nach Streit mit dem Branchenverband ZIV kündigt dieser eine eigene Messe in Köln an. Wie reagiert die Eurobike darauf?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Mit einem Medientag startet in Frankfurt die Fahrradmesse Eurobike (24.-27. Juni). Neben den neuesten technischen Trends wird vor allem die Zukunft der Veranstaltung selbst im Vordergrund stehen, die sich neuer Konkurrenz erwehren muss.
An diesem Montag hatte der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) eine eigene Fahrradmesse angekündigt, die ab Herbst 2027 unter dem Namen "towards tomorrow – European Bike Show" jährlich in Köln über die Bühne gehen soll.
Vorausgegangen war ein heftiger Streit um die Konzeption der Frankfurter Veranstaltung, die zuletzt mit sinkenden Zahlen bei Besuchern und Ausstellern zu kämpfen hatte. Der ZIV hat die Zusammenarbeit mit der Eurobike aufgekündigt und wird in seiner Haltung von wichtigen Verbandsmitgliedern wie Bosch oder dem Shimano-Generalvertreter Paul Lange GmbH gestützt. Für die neue Messe hätten bereits wichtige Branchengrößen und sämtliche Handelsverbände zugesagt, erklärte der Verband.
Eurobike 2026 im Übergang
Die 34. Ausgabe der Eurobike ist daher bis einschließlich Samstag eine Übergangsveranstaltung. Auf vier Messetage verkürzt präsentiert sie mit rund 800 Ausstellern nur gut halb so viele Unternehmen wie im Jahr zuvor. Das allgemeine Publikum kann die Schau ab Freitagmittag besuchen.
Laut Messechef Philipp Ferger soll bereits sehr viel von einem neuen Konzept zu sehen sein, das dann im kommenden Jahr wie die Konkurrenzmesse ebenfalls zu einem Termin im frühen September starten soll. Dafür wird die Ausstellung um einen weiteren Tag verkürzt und auf das stadtnähere Areal im Osten des Messegeländes verlegt.
Grundsätzlich leidet die Fahrradindustrie immer noch unter den Folgen einer globalen Überproduktion nach dem Fahrrad-Boom während der Covid-Pandemie. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland laut ZIV 3,8 Millionen Räder verkauft und ein Umsatz von 5,85 Milliarden Euro erzielt. Hohe Lagerbestände und eine sinkende Nachfrage zwangen den Handel zu Preisnachlässen insbesondere bei E-Bikes, die gleichwohl für mehr als 80 Prozent der Erlöse stehen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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