TV-News: Streaming wächst – klassische TV-Werbung verliert weiter+
Streamingangebote legen bei Werbeumsätzen deutlich zu, während klassisches Fernsehen weiter verliert. Was das für den Werbemarkt und Medienvielfalt bedeutet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Werbeumsätze von TV-, Audio- und Streaminganbietern in Deutschland dürften im kommenden Jahr wieder stärker wachsen. Der Verband Privater Medien (VAUNET) rechnet 2026 mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 6,55 Milliarden Euro, wie der Verband in einer Prognose mitteilte. Für das laufende Jahr erwarte man lediglich ein Wachstum von 0,9 Prozent.
Während klassische Fernseh- und Radiowerbung weiter unter Druck steht, wächst dem Verband zufolge vor allem der Streamingmarkt. So sollen die Werbeumsätze bei gestreamten Bewegtbildangeboten 2026 um 18 Prozent auf rund 2,61 Milliarden Euro steigen. Die Fernsehwerbung dürfte dagegen um 4 Prozent auf 3,12 Milliarden Euro zurückgehen.
Private Medienanbieter verlieren erhebliche Werbemarktanteile
VAUNET-Geschäftsführer Frank Giersberg sprach in der Mitteilung von einer "rasant voranschreitenden Transformation im Medienmarkt". Zwar seien TV und Radio weiterhin die umsatzstärksten Segmente, Streamingangebote gewönnen aber zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig verlören private Medienanbieter erhebliche Werbemarktanteile an große Plattformkonzerne. Besonders stark profitieren demnach internationale Tech-Konzerne vom Wachstum im Streamingmarkt.
Auf Alphabet, Amazon, ByteDance und Meta entfallen laut Prognose 2026 rund 72 Prozent der Werbeumsätze im Bereich Instream-Video. Ihre Umsätze in diesem Segment könnten demnach um mehr als 300 Millionen Euro auf rund 1,9 Milliarden Euro steigen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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