Fernsehen: ProSiebenSat.1 spürt Werbeflaute – Streaming wächst weiter
Trotz sinkender TV-Werbeerlöse setzt ProSiebenSat.1 auf digitale Angebote und Eigenproduktionen. Für 2026 rechnet der Konzern mit einem Aufschwung beim operativen Ergebnis.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat im vergangenen Jahr wegen des schwachen Werbemarkts einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Erlös sank 2025 um 6 Prozent auf 3,675 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte.
Grund war vor allem die schwache Wirtschaftslage, die sich besonders im wichtigen TV-Werbegeschäft bemerkbar machte. Organisch – also ohne Währungs- und Portfolioeffekte – gingen die Erlöse um 2 Prozent zurück. Zusätzlich wirkten sich Veränderungen im Beteiligungsportfolio aus: unter anderem hätten Einnahmen aus dem Vergleichsportal Verivox gefehlt, das im Laufe des Jahres aus dem Konzern herausgelöst wurde.
Werbemarkt unter Druck
Auch das Ergebnis ging deutlich zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjusted Ebitda) sank im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 403 Millionen Euro. Unter dem Strich lag der um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss bei 209 Millionen Euro nach 229 Millionen im Vorjahr.
ProSiebenSat.1 war im September 2025 vom italienischen Berlusconi-Konzern Media for Europe (MFE) übernommen worden. Der Chef der Gruppe, Pier Silvio Berlusconi, will den deutschen Fernsehkonzern umbauen hin zu mehr Nachrichten, Unterhaltung und Eigenproduktionen und weniger zugekauften Formaten.
Im Kerngeschäft Entertainment gingen die Werbeerlöse in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Mitteilung zufolge um 8 Prozent zurück. Während klassische TV-Werbung schwächele, hätten sich digitale Angebote stabil entwickelt. Wachstumstreiber sei vor allem die Streaming-Plattform Joyn, die bei werbefinanzierten Angeboten deutlich zulege.
Ausblick 2026
Für 2026 zeigt sich der Konzern vorsichtig optimistisch. Erwartet wird ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, insgesamt aber weiterhin ein Wert leicht unter dem Vorjahr. Beim bereinigten operativen Ergebnis rechnet der Konzern mit einem deutlichen Anstieg. Gründe sind unter anderem Kosteneinsparungen sowie ein schwächerer Vergleichswert des Vorjahres, der durch Sondereffekte belastet war.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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