Energiepreise: Bessent erwägt Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl
Öl und Gas haben sich in den vergangenen Wochen dramatisch verteuert, nachdem die USA und Israel den Iran angegriffen haben. Nun will US-Finanzminister Bessent dagegen vorgehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent teilweise Lockerungen von Handelsbeschränkungen für iranisches Öl in Aussicht gestellt. "In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet", sagte er dem US-Sender Fox Business. Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter).
Bessent zufolge entspricht die schwimmende Ölmenge einem Vorrat von 10 bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin aus dem Persischen Golf heraus nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.
Mit der Aufhebung von Sanktionen für bereits im Transport befindliches Öl aus dem Iran versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas infolge des Iran-Kriegs deutlich verteuert.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Straße von Hormus - einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die USA erlaubten daraufhin auch temporär den Kauf von derzeit per Schiff transportiertem russischen Öl, um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de