Widerstand gegen Unicredit: Commerzbank-Betriebsrat: Wehren uns mit allen Mitteln

Seit Monaten sorgt Unicredit-Chef Orcel bei der Commerzbank für Unruhe. Der Betriebsrat kündigt massiven Widerstand gegen den jüngsten Schachzug der Italiener an.

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Commerzbank-Betriebsratschef Sascha Uebel hält das Vorgehen der Unicredit für "geschäftsschädigend". Mit der Ankündigung eines Übernahmeangebots setze Unicredit-Chef Andrea Orcel sein Taktieren fort - zulasten der Mittelstandskunden und der Belegschaft der Commerzbank.

"Das ist die nächste Stufe der Unverschämtheit. Das ist nicht nur unabgestimmt, das ist feindlich", sagte der Vorsitzende von Konzern- und Gesamtbetriebsrat der Commerzbank der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

Uebel kündigte deutlichen Widerstand an: "Wir werden mit allen Möglichkeiten und Mitteln dagegen vorgehen", sagte der Betriebsratschef, ohne konkreter zu werden. Spätestens zur Commerzbank-Hauptversammlung am 20. Mai dürfte mit Aktionen der Belegschaft zu rechnen sein.

Was will die Unicredit?

Die italienische Unicredit, die mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär der Commerzbank ist, hatte zuvor ein freiwilliges Übernahmeangebot für sämtliche Aktien des Dax-Konzerns angekündigt. Zugleich teilte die Mailänder Großbank mit, sie erwarte, eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent an der Commerzbank zu erreichen, "ohne die Kontrolle zu erlangen".

Uebel betonte: "Wenn Orcel Synergieeffekte heben will, bräuchte es einen Stellenabbau. Dafür bräuchte er uns Betriebsräte. Die Commerzbank-Betriebsräte haben bewiesen, dass sie zäh sind." Der Gesamtbetriebsrat habe zudem mit dem Commerzbank-Vorstand "klare Regeln bis Ende 2027 für Stellenabbau" festgelegt: "Daran muss sich jeder halten, der kommt."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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