Energieabhängigkeit: Teurer Irankrieg - Von der Leyen prüft Gaspreis-Deckel

Die massiv gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs belasten die Bürgerinnen und Bürger. Die Präsidentin der EU-Kommission nennt nun Handlungsoptionen.

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Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will Energiekosten für Verbraucherinnen und Verbraucher senken. Die Kommission untersuche dabei verschiedene Optionen wie etwa eine Subventionierung oder auch Deckelung des Gaspreises, sagte von der Leyen vor Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Straßburg. Demnach sollen alle vier Preiskomponenten der Energierechnung auf den Prüfstand kommen: die reinen Energiekosten, Netzentgelte, Steuern und Abgaben sowie CO2-Kosten.

Irankrieg kostet Menschen in der EU Milliarden

Hintergrund sind die Folgen des Krieg im Nahen Osten. Die ersten zehn Tage des Iran-Kriegs hätten die europäischen Steuerzahler wegen Preissteigerungen bei importierten fossilen Brennstoffen bereits zusätzliche drei Milliarden Euro gekostet, betonte von der Leyen. "Das ist der Preis unserer Abhängigkeit."

Seit Beginn des Konflikts seien die Gaspreise um 50 Prozent und die Ölpreise um 27 Prozent gestiegen, sagte von der Leyen. Sie verwies auf heimische Energiequellen, deren Preise im gleichen Zeitraum stabil geblieben waren: erneuerbare Energien und Kernkraft. Eine Rückkehr zu russischen Energieträgern, wie sie manche in der aktuellen Krise forderten, wäre nach ihren Worten "ein strategischer Fehler", der Europa schwächer machen würde.

Die EU-Kommission hatte am Tag zuvor einen Vorschlag vorgelegt, um Verbrauchern langfristig Entlastung bei den Energiekosten zu verschaffen. Dazu gehört etwa, die Stromsteuer für Haushalte auf das EU-Mindestniveau zu senken, Netzentgelte zu reduzieren, den Anbieterwechsel auf 24 Stunden zu beschleunigen und verstärkt auf erneuerbare Energien sowie Kernkraft zu setzen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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