Lieber nicht nachmachen: Dieser SB-Kassen-Trick kann für Hausverbot im Supermarkt sorgen
Mit einem einfachen Trick lassen sich Münzen an SB-Kassen in Scheine tauschen - doch nicht alle sind von dem Trick begeistert. Zu recht: Laut einigen Berichten kann der Trick schon auch mal zu einem Hausverbot führen.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Mit einem einfachen Trick lassen sich an der SB-Kasse Münzen in Scheine tauschen
- Ein Video auf Facebook zeigt, wie der Trick genau funktioniert
- Nicht alle Nutzer sind von dem Video begeistert - einige kritisieren die Methode
Mehr Verbraucher-Tipps finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Eigentlich sind Selbstbedienungskassen, oder kurz "SB-Kassen", für einen schnellen und unkomplizierten Einkauf gedacht. Einige Kunden haben nun allerdings herausgefunden, wie sie die Kassen zweckentfremden können: So lässt sich mit einem einfachen Trick das eigene Kleingeld gegen Scheine aus der Kasse wechseln. Wie das geht und warum nicht jeder von diesem Tipp begeistert ist, verraten wir Ihnen hier.
So können Sie an SB-Kassen Ihr Kleingeld gegen Scheine tauschen
Wie unter anderem die "HNA" berichtet, zeigte eine Facebook-Nutzerin vor kurzem eine clevere Methode: Dafür geht sie mit einem günstigen Artikel zur Kasse und bezahlt diesen mit einer möglichst großen Menge an Münzen. Der Trick dabei ist, dass die Kasse das Rückgeld automatisch als möglichst große Scheine zurückgibt.
"Old but gold!", so die Nutzerin unter ihrem Video. "Hab das Video gerade auf meinem iPhone gefunden! Wer ohne Gebühren Geld wechseln möchte, einfach bei Kaufland, Lidl oder Co. einen Artikel kaufen, der günstig ist und mit Bargeld (in Münzen) zahlen und schon bekommst du ohne Gebühren Scheine zurück!" Doch nicht jeder ist von diesem Geldwechsel-Trick überzeugt.
Darum funktioniert der Trick nicht in jedem Fall
Mehrere Nutzer, die diese Methode ebenfalls anwenden, erklärten, dass der Trick bislang für sie immer gut gegangen sei. "Bis jetzt hat sich keiner beschwert", verrät ein Nutzer. Einige Kommentare verweisen auch darauf, dass Supermärkte sich letztlich über das Kleingeld freuen würden, da dieses in den meisten Filialen schnell ausgehe.
Beschäftigte im Einzelhandel, die unter dem Video kommentierten, sahen das allerdings anders - und reagierten auf das Video mit Empörung. "Das ist der Grund, warum die Automaten bei uns ständig kaputt sind. Wir sind keine Wechselstube!", lautet einer der meistbeachteten Kommentare unter dem Video. Ein weiterer Nutzer stellt klar: "Wir sind nicht eure Bank. Bringt es dahin, wo es hingehört."
Supermärkte müssen große Mengen an Münzen nicht annehmen
Ein Nutzer erhielt nach eigenen Angaben sogar schon bei Rewe Hausverbot, weil er den Trick anwendete - und in einem Fall reagierte Rewe auch mit einem Hinweis, der den Trick verbietet, wie ein Video auf Instagram zeigt.
Diese Beschränkung ist übrigens rechtlich korrekt: In den Euro-Ländern gibt es laut Informationen der Bundesbank keine Verpflichtung, mehr als 50 Münzen auf einmal als Zahlungsmittel anzunehmen.
Wer dennoch sein Kleingeld loswerden möchte, kann bei der Bundesbank immerhin "haushaltsübliche" Mengen an Münzen gegen Scheine tauschen lassen - die Münzen werden allerdings nicht immer direkt gezählt, sodass möglicherweise ein zweiter Besuch nötig ist. Auch einige Filialbanken bieten den Service kostenlos an, meist ist das Münzenzählen allerdings mit erheblichen Kosten verbunden, weswegen oftmals eine Servicegebühr für den Tausch erhoben wird.
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sfx/loc/news.de
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