TV: Esther Schweins für Tanzen auf Rezept

Esther Schweins tanzt gerne - auch für die Gesundheit. Jetzt absolviert sie eine besondere Ausbildung.

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Schauspielerin Esther Schweins (56) absolviert in Mainz eine Ausbildung zur Fachtanzlehrerin für Senioren. "Ich habe meine Mutter im letzten Jahr in eine Pflegeeinrichtung der Caritas bringen müssen und dort zum ersten Mal Stuhltanz gesehen", sagte Schweins der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen kennt sie sich mit Stuhl- und Rolllatortanz aus sowie mit Tanzgruppen für an Parkinson oder Demenz erkrankte Menschen.

Wegen des positiven Einflusses von Tanzen auf die Gesundheit und die präventive Wirkung auf Alterungsprozesse setzt sich Schweins für "Tanzen auf Rezept" ein. "Die Idee ist überhaupt nicht so wild. In Großbritannien gibt es das schon."

Tanzen wirkt in vielerlei Hinsicht positiv

"Tanzen verbindet Bewegung, Gleichgewicht, Koordination, Gedächtnistraining, Musik und soziale Begegnung", erläuterte Schweins. "Es fördert die kognitive Leistungsfähigkeit, senkt das Sturzrisiko, stärkt Herz und Kreislauf und natürlich auch die Lebensfreude." Und: "Es wirkt auch gegen ein weiteres großes Gesundheitsrisiko unserer Zeit, die Einsamkeit."

So ein wissenschaftsbasiertes Präventionsangebot sei angesichts des bevorstehenden tiefgreifenden demografischen Wandels absolut sinnvoll, betonte Schweins. Der Anteil der Senioren werde weiter wachsen und das Gesundheits- und das Pflegesystem stießen ja jetzt schon an ihre Grenzen.

Schweins wird Fachtanzlehrerin für Senioren

Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) habe bereits rund 400 Fachtanzlehrer für Senioren bundesweit ausgebildet. Dazu kämen noch die Programme anderer Tanzclubverbände.

Schweins trat selbst im Frühjahr in der 19. Staffel der RTL-Tanzshow "Let's Dance" auf - an der Seite von Profitänzer Massimo Sinató. Dabei widmete sie ihrer Mutter Lieselotte zum 90. Geburtstag einen Tango.

Nach der fünften Runde musste sie dann aber das TV-Tanzparkett auf ärztlichen Rat verlassen. Zwei im Training gebrochene Rippen hatten sich verschoben. Bei der Ausbildung in der Mainzer Tanzschule Willius-Senzer darf sie inzwischen aber wieder tanzen.

Schweins hatte ihren Durchbruch mit "RTL Samstag Nacht". Zuletzt war sie in dem Kino-Dokumentarfilm "Was haben wir gelacht" zu sehen, der sich kritisch mit dem Frauenbild im deutschen Fernsehen in den 1990er und frühen 2000er Jahren auseinandersetzt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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