TV: 25 Jahre 9/11: Was kann ich dazu gucken und hören - und wo?

Ein Vierteljahrhundert nach dem 11. September 2001 blicken Zeitzeugen und Experten wie Joschka Fischer in neuen Dokus auf die Ereignisse und ihre weltweiten Folgen zurück. Was wo läuft - eine Auswahl.

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Ein Vierteljahrhundert ist seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vergangen. Fast 3.000 Menschen kamen ums Leben, als Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Centers in New York steuerten. Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon bei Washington, eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab.

Die Bilder der brennenden und schließlich einstürzenden Zwillingstürme gingen um die Welt und haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt.

Die Anschläge veränderten nicht nur das Leben der Menschen, die sie unmittelbar miterlebten. Ihre Folgen bestimmten über Jahre die internationale Politik: Die USA riefen den "Krieg gegen den Terror" aus, marschierten in Afghanistan und später im Irak ein. Neue Sicherheitsgesetze und verschärfte Kontrollen prägten den Alltag, während die Kriege und ihre Folgen ganze Regionen destabilisierten. Viele der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die auf 9/11 folgten, wirken bis heute nach.

Eine Auswahl von Dokus, Serien und Hörstücken zum 25. Jahrestag - und wo sie laufen:

"September" (ARD-Mediathek)

In der 90-minütigen Doku kommen Zeitzeugen zu Wort, die auf das unmittelbare Davor und Danach blicken. Neben Journalisten spricht etwa der damalige Außenminister Joschka Fischer darüber, wie die Kommunikation mit dem Weißen Haus an dem schicksalhaften Tag verlief.

Lars Klingbeil war damals mit 23 als Praktikant in New York und schildert, wie er den Tag erlebt hat. Der später ZDF-"heute-journal"-Moderator Claus Kleber war damals Korrespondent der ARD in Washington und erinnert sich an die Herausforderungen der Berichterstattung. Helfer wie eine Kranfahrerin beschreiben die erschreckenden Szenen und die Hilflosigkeit angesichts des Ausmaßes der Zerstörung.

"9/11 - Der lange Schatten des Terrors" (ZDF)

Die dreiteilige Dokureihe (3 mal 45 Minuten) mit den Titeln "Wahn", "Jagd" und "Spaltung" blickt darauf, wie der 11. September 2001 auf ganz unterschiedliche Weise und in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen eine Prägung hinterlassen hat.

Im ersten Teil etwa blicken die Macher unter anderem auf den Generalverdacht, mit dem Muslime nach dem Attentat konfrontiert wurden, und die Ausbreitung von Hassverbrechen gegen Muslime nicht nur in den USA und die Genese des Krieges gegen die Taliban in Afghanistan.

"Terra X History: 9/11 - Terror, Trauma, Zeitenwende" (ZDF)

Die Dokumentation zeichnet die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 bis in die Gegenwart nach. Sie beleuchtet Osama bin Laden und die Hintergründe der Anschläge, den Afghanistan-Einsatz und den Irakkrieg 2003 unter dem Dach des Krieges gegen den Terror - inklusive dessen Fehlkalkulationen.

Dabei argumentieren Experten, dass die Destabilisierung der Region und die amerikanische Präsenz den dschihadistischen Terrorismus befeuerten und schließlich ein Machtvakuum im Irak entstand, in das die Terrormiliz "Islamischer Staat" dringen konnte, deren Terror schließlich Europa erreichte. Zu Wort kommen unter anderem Diplomaten, Sicherheitsexperten und Aussteiger aus der islamistischen Szene in Deutschland.

"9/11: Wiedersehen nach der Katastrophe" (Disney+)

Die dreiteilige Serie (3 mal etwa 45 Minuten) von Regisseur Julian Jones lässt Augenzeugen berichten, wie sie den Tag vor 25 Jahren erlebten, und bringt Menschen wieder zusammen, deren Wege sich damals kreuzten - Helfer, Büroangestellte, Lebensretter.

Einige von ihnen sehen sie sich dabei zum ersten Mal seit den Anschlägen wieder. Die drei emotionalen Episoden zeigen zahlreiche Originalaufnahmen von der Katastrophe.

"Reich des Todes" (NDR)

Das fast zweistündige Hörspiel bringt das Theaterstück von Rainald Goetz in Audioform. 2020 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt, beschreibt das Stück, wie sich im Schatten einer drohenden Gefahr ein autoritäres Staatsregime etabliert.

Ausgangspunkt für dieses Szenario ist der "Krieg gegen den Terror", den US-Präsident George W. Bush unmittelbar nach den Anschlägen von 9/11 ausrief. "Mediale Artefakte, Popmusik, Walzertakte, ein Chor aus der Zwischenwelt verweben sich mit den Sprachmustern der Macht und der Stimme des Autors", heißt es vom NDR zu dem Stück.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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