Fernsehen: RBB-Chefredakteur Heil: AfD nach klaren Regeln behandeln

Wie geht der RBB mit der AfD um? Der neue Chefredakteur Georg Heil erklärt, warum klare Regeln und kritische Einordnung für alle Parteien gelten und für die AfD keine Ausnahme nötig ist.

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Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) will die AfD in seiner Berichterstattung nach denselben journalistischen Grundsätzen behandeln wie andere Parteien. "Wir brauchen keine Lex AfD, sondern klare Regeln für den Umgang mit allen Parteien", sagte RBB-Chefredakteur Georg Heil im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die AfD sei "eine Realität, eine starke Oppositionskraft mit eigenen Vorstellungen". Entsprechend berichte der RBB über sie "im Rahmen der abgestuften Chancengleichheit". Laut diesem Gebot erhielten Parteien Aufmerksamkeit entsprechend ihrer politischen Bedeutung.

Zugleich betonte Heil, der öffentlich-rechtliche Sender müsse sich mit extremistischen Positionen journalistisch und kritisch auseinandersetzen. "Wir haben den Auftrag, die Demokratie zu fördern, vor diesem Hintergrund müssen wir den Gegnern der Demokratie keine Bühne bauen - egal aus welcher Richtung sie kommen."

Heil äußerte sich im Interview auch zum Reformprozess des Senders. Der RBB habe aus den Krisen der vergangenen Jahre Konsequenzen gezogen. Es gebe neue Regelwerke, Schulungen sowie organisatorische und personelle Veränderungen. Ziel sei es, den Sender zu einer "lernenden Organisation" zu machen, in der Veränderung Routine werde und kein Kraftakt bleibe.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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