Fernsehen: Deutsche geben mehr für digitale Abos aus
Datenschutz hin oder her: Viele Deutsche würden persönliche Daten für bessere KI-Angebote freigeben. Was eine neue Studie über ihre digitalen Gewohnheiten verrät.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Deutsche Haushalte geben immer mehr Geld für digitale Abonnements aus. Zugleich wächst der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit und Zahlungsbereitschaft der Nutzer. Das geht aus einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint in Frankfurt hervor.
Die durchschnittlichen Ausgaben pro Haushalt stiegen binnen eines Jahres von 55 auf 62 Euro im Monat. Fast jeder fünfte deutsche Haushalt zahlt inzwischen sogar mehr als 100 Euro für digitale Abonnements. Während die Ausgaben hierzulande steigen, sanken sie in Frankreich zuletzt auf durchschnittlich 41 Euro im Monat.
Von wegen Datenschutz: KI-Akzeptanz auf Hochtouren
Für die repräsentative Studie wurden insgesamt rund 7.500 Menschen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt, darunter rund 2.500 in deutschen Haushalten mit mindestens einem kostenpflichtigen Digitalabo. Erhoben wurden unter anderem Nutzung und Zahlungsbereitschaft.
Die oft beschworene deutsche Skepsis beim Datenschutz scheint Grenzen zu haben: Laut der Studie wären zudem nämlich 71 Prozent der Befragten bereit, personenbezogene Daten für KI-Anwendungen freizugeben, wenn dadurch digitale Bezahlangebote verbessert würden. Damit liegen die Deutschen vor den Briten (69 Prozent) und den Franzosen (52 Prozent). Transparenz über die Datennutzung erhöhe die Akzeptanz zusätzlich.
Influencer werden zu Konkurrenz, die Presse zum Verlierer
Zunehmend Konkurrenz machen klassischen Streamingdiensten mittlerweile Influencer und andere Content Creator. 28 Prozent der Deutschen zahlen inzwischen für entsprechende Inhalte - fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Mehr als jeder Vierte gab an, deshalb weniger Zeit für andere kostenpflichtige Angebote aufzuwenden.
Während Streaming- und Gaming-Angebote wachsen, verliert die digitale Presse an Boden. Nur noch 14 Prozent der Haushalte verfügen über ein kostenpflichtiges Online-Nachrichtenabo. Hauptgründe für Kündigungen sind laut Studie steigende Preise und mangelnde Qualität.
Werbung nervt weniger, aber Passwort-Sharing bleibt
Der Trend geht laut Studie zudem weg vom einzelnen Dienst und hin zu gebündelten Angeboten. 29 Prozent der Befragten nutzen bereits Pakete mit mehreren Abonnements. Entscheidend für den Erfolg sei zunehmend die Fähigkeit, verschiedene Dienste in einem gemeinsamen Ökosystem zu bündeln.
Viele Nutzer scheinen sich mit Werbeunterbrechungen arrangiert zu haben, denn Werbung wird seltener als Kündigungsgrund genannt als im Vorjahr. Zugleich wäre etwa die Hälfte der Befragten für günstigere Tarife bereit, Werbeeinblendungen zu akzeptieren. Gleichzeitig bleibt das Teilen von Passwörtern trotz neuer Beschränkungen verbreitet.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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