TV: Beginn des Abschieds von "Immer wieder sonntags"
Nach mehr als 30 Jahren geht die Schlagershow "Immer wieder sonntags" im Ersten in die letzte Runde. Für die finale Staffel werden wieder prominente Gäste erwartet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Für Millionen von Zuschauern war sie jahrzehntelang ein fester Sommerrhythmus. Nun beginnt nach mehr als 30 Jahren Ausstrahlung die letzte Staffel der Schlagersendung "Immer wieder sonntags" (Das Erste). Am kommenden Sonntag (10.00 Uhr) fällt der Startschuss für die letzten 13 Folgen der Sendung des Südwestrundfunks (SWR), die über den Sommer hinweg live ausgestrahlt werden.
Mehr als 130 Künstlerinnen und Künstler werden in der finalen Staffel auftreten, wie der SWR mitteilte. Beim Auftakt mit am Start sind unter anderem Beatrice Egli, Alexandra Hofmann, Andy Borg und Ramon Roselly. In diesem Jahr wieder dabei ist außerdem die Sommerhitparade. Insgesamt 13 Kandidaten treten an – jeweils zwei von ihnen stehen pro Sendung im Wettbewerb gegeneinander. Das Fernsehpublikum entscheidet nach dem Auftritt per Televoting, wer weiterkommt.
Zu den prominentesten Namen der gesamten Staffel zählen unter anderem Vanessa Mai, Nino de Angelo, Olaf der Flipper, Ross Antony und Hansi Hinterseer. Am 6. September steigt die große Final-Show, am 13. September folgt noch eine Best-of-Ausgabe. Danach fällt der Vorhang.
Ausstrahlung seit rund 30 Jahren
"Immer wieder sonntags" ging erstmals am 11. Juni 1995 im Ersten auf Sendung und wurde bis 2003 von Max Schautzer moderiert. Schauspieler und Moderator Sebastian Deyle übernahm 2004, blieb aber nur eine Staffel. Stefan Mross übernahm schließlich im Jahr 2005 – und mit dem Musiker als Gastgeber sowie einem neuen Konzept stiegen die Quoten der Show deutlich. Produziert wurde die Open-Air-Sendung von Beginn an auf dem Gelände des Europa-Parks in Rust, zuletzt neben der Wasserwelt Rulantica.
Mross gab dem Format sein heutiges Gesicht. Er brachte seine Trompete sowie seine Leidenschaft für Schlager und Volksmusik mit. Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgskonzepts war die Nähe zum Publikum. Mross holte Menschen auf die Bühne, ließ Kinder singen, forderte das Publikum bei Spielen und Wettbewerben heraus und stellte sich selbst teils kuriosen Aufgaben. Die Sendung bot Schlagerstars eine Bühne – aber auch Volksmusik-Acts und Newcomern.
Bis zuletzt waren die Quoten stark. Im vergangenen Jahr schauten die zwölf Live-Ausgaben im Ersten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen, die Sendung erreichte einen durchschnittlichen Marktanteil von rund 17 Prozent.
Mross traf Absetzung schwer
Der im bayerischen Rosenheim geborene Mross ist gelernter Trompeter und seit Kindheitstagen in der Volksmusik verwurzelt. Für ihn bedeutet das Ende von "Immer wieder sonntags" nicht nur den Verlust einer Arbeitsstelle – die Sendung sei sein Leben gewesen, sagte er jüngst in einem Interview mit der "Bild". Er sprach offen darüber, wie sehr ihn die Entscheidung zur Absetzung getroffen habe. "Natürlich sind an diesem Tag Tränen geflossen."
Die ARD hatte im März angekündigt, die seit insgesamt rund 30 Jahren laufende Show nach diesem Jahr absetzen zu wollen und begründete das Aus mit Sparmaßnahmen. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnete die Entscheidung in einer Mitteilung damals als "schmerzhaft". Sie sei sorgfältig abgewogen worden und dem Sender "angesichts des großen Erfolgs" nicht leicht gefallen. "Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl."
Das Geld solle einerseits eingespart und andererseits in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden. Zudem wollen sich ARD und SWR auf ein jüngeres und neueres Publikum fokussieren.
Mross geht nach Show-Aus auf Tournee
Kommenden Sonntag läuft nun die erste Folge der finalen Staffel. Im September ist dann Schluss mit der Show, die regelmäßig ein Millionenpublikum anzog und für die Schlagerfans aus dem deutschsprachigen Raum Jahr für Jahr in den Europa-Park pilgerten. Mross hingegen geht nach eigener Aussage kommendes Jahr auf eine eigens geplante Tour mit dem Namen "Immer wieder Stefan". 60 Termine seien bereits geplant.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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