TV: MDR will ARD-Mittagsmagazin abgeben – NDR springt ein?

Wegen fehlender Beitragserhöhung will der MDR das ARD-Mittagsmagazin abgeben. Laut dem Sender habe der NDR bereits Bereitschaft zu einer Übernahme bekundet.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Aliaksei

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will aus Kostengründen das ARD-Mittagsmagazin ab 2027 abgeben. Der Sender bestätigte nach entsprechenden Medienberichten, dass sich der MDR dazu "in Gesprächen innerhalb der ARD befindet". Die bislang durch die Bundesländer nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeute für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung.

"Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang unserer Programmangebote auswirken werden. Gleichzeitig geht es darum, die Stärken des MDR als regional verankerter Medienanbieter zu bewahren", erläuterte MDR-Sprecher. Details sollen zunächst mit MDR-Gremien Rundfunkrat und Verwaltungsrat besprochen werden.

NDR könnte das Mittagsmagazin übernehmen

Der MDR verwies auf Gespräche innerhalb der ARD. Der Norddeutsche Rundfunk habe Bereitschaft signalisiert, das Mittagsmagazin gegebenenfalls zu übernehmen.

Der MDR wolle ab 2027 außerdem die Sendung "MDR um 2" nicht mehr als lineares TV-Magazin fortführen, sondern als Streamingvariante für regionale Themen entwickeln, "die heutigen und künftigen Mediennutzungsgewohnheiten wesentlich besser entspricht", so der Sprecher.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "TV":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.