Fernsehen: Elle Fanning am Wickeltisch und auf OnlyFans
Eine junge Frau wird ungewollt schwanger: Der Achtteiler "Only Margo" mit Michelle Pfeiffer und Elle Fanning erzählt, wie sie Geld per OnlyFans verdienen will. Eine anrührende Serie gegen Vorurteile.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Mit nackten Füssen Butter treten und Türklinken ablecken - so oder so ähnlich beschreibt die amerikanische Schauspielerin Elle Fanning ("Sentimental Value") ihre Recherche für die neue Serie "Only Margo" (US-Titel: "Margo's Got Money Troubles").
Die von David E. Kelley ("Ally McBeal", "Boston Legal", "Big Little Eyes") entwickelte Serie mit 8 Episoden ist ab 15. April auf Apple TV zu sehen (zum Start 3 Folgen, dann wöchentlich eine neue Folge bis 20. Mai).
Fanning, Pfeiffer und auch Nicole Kidman spielen mit
Mit Michelle Pfeiffer (67) an ihrer Seite spielt Fanning (28) eine frischgebackene Mutter, die ihre Geldsorgen mit sexy Content als Alien löst. Herausgekommen ist eine Serie mit vielen rührenden Momenten - ein Plädoyer für mehr Empathie.
Im Zentrum der Serie steht Margo, eine talentierte Literatur-Studentin. Ihr Weg in eine vielversprechende Zukunft nimmt einen Abzweig, als sie von ihrem verheirateten Professor schwanger wird.
Statt an einer vielversprechenden Uni, verbringt sie ihre Zeit als alleinerziehende Mutter nun damit, ihrer Mastitis (Entzündung der Brustdrüse) und ihrer Geldsorgen Herrin zu werden.
Während sie für ersteres auf ein Hausmittel, nämlich gekühlte Kohlblätter, zurückgreift, probiert sie für das Geldproblem eine unkonventionelle Lösung: die Plattform OnlyFans, die schnelles Geld durch expliziten und kreativen Content in Aussicht stellt.
Penisse als Pokémons
Unter dem Namen "Hungry Ghost" beginnt die 19-Jährige, ihr schriftstellerisches Talent zu Geld zu machen. Margo bewertet Penisbilder, indem sie sie mit Pokémon-Charakteren vergleicht, und schlüpft in ihren Videos in die Rolle einer sexy Außerirdischen.
Was als vorübergehende Lösung gedacht ist, wird zu Margos Leidenschaft, die sie immer weiter ausbaut. Neben Geld bringt ihr das aber auch einen Sorgerechtsstreit ein.
Dass das alles nach hinten losgehen kann, treibt auch Margos lebhafte Mutter Shyanne um, gespielt von Michelle Pfeiffer. Sie ist selbst durch einen One-Night-Stand jung Mutter geworden, selten gradlinig durchs Leben gegangen und will, dass es ihre Tochter leichter hat. Dabei kommt aber auch sie immer wieder an ihre persönlichen Grenzen.
Als Zuschauer leidet man mit
Fanning, Pfeiffer und auch Nick Offermann, in der Rolle von Margos Vater, spielen Charaktere, die alles andere als perfekt sind, und gerade deshalb ans Herz gehen.
Als Zuschauer leidet man bei jedem Fehltritt mit - und sympathisiert auch mit Vater Jinx, einem frisch aus der Entzugsklinik entlassenen ehemaligen Profi-Wrestler, der in einer Überreaktion jemandem die Hand gebrochen hat.
"Es sind einfach eine Reihe fehlerhafter, widersprüchlicher Menschen, die versuchen, mit dem, was ihnen das Leben zugespielt hat, ihr Bestes zu tun. Am Ende des Tages lieben sie einander – und letztlich ist es genau das, was zählt", sagt Pfeiffer.
Serie hat Pfeiffer und Fanning zu Freundinnen gemacht
Die Serie basiert auf dem Bestseller-Roman "Only Margo" der Autorin Rufi Thorpe von 2024. "Es ist weder Komödie noch Drama, sondern liegt genau dazwischen – und fühlt sich einfach wie das echte Leben an", sagt Fanning über die Serie. Mitproduziert wurde die Serie von Nicole Kidman, deren Rolle als ehemalige Show-Wrestlerin in der Serie ein Highlight ist.
In der Vorbereitung auf die Rolle hat Fanning viel auf der Plattform OnlyFans, wo Creator unter anderem pornografische Inhalte gegen Geld veröffentlichen, recherchiert. Dabei habe sie über das breite Angebot gestaunt. "Es kann extrem werden, sehr extrem – aber auch so harmlos sein wie etwa in Butter treten oder an Türklinken lecken", sagt Fanning im Interview.
Margo setzt sich in der Serie über alle Vorverurteilungen hinweg. Durch ihre Rolle habe sie an Selbstvertrauen und Mut gewonnen, sagt Fanning. "Ich habe auch gelernt, Windeln zu wechseln und so etwas. Das hatte ich vorher noch nie gemacht, also habe ich das am Set gelernt und viel Übung bekommen."
Pfeiffer und Fanning haben bereits mehrfach miteinander gearbeitet. "Aber das ist das erste Mal, dass wir uns, glaube ich, wirklich auf einer tieferen Ebene kennengelernt haben", sagt Pfeiffer der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind jetzt tatsächlich befreundet und treffen uns oft."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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