TV: Diese verdammte Familienbande: Helen Dorns 25. Fall
TV-Kommissarin Helen Dorn muss sich in dieser Episode ausgerechnet mit ihrer Halbschwester zusammentun - die eine Mafia-Angehörige ist. Ist Luisa wirklich in Gefahr oder hat sie alles nur inszeniert?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Drei Frauen geraten im Frauenknast in Streit. Danach ist eine tot, eine weitere liegt im künstlichen Koma. Die dritte überlebt schwer verletzt - es ist ausgerechnet die Halbschwester von TV-Ermittlerin Helen Dorn. Die Mafiaangehörige Luisa Vizzante hatte vor dem Vorfall noch einen geheimnisvollen Anruf geführt, in dem sie wenig, dafür aber bedeutungsschwer sagte: "Bitte mach genau, was wir besprochen haben."
Damit beginnt eine der persönlichsten Ermittlungen der Hamburger Kriminalhauptkommissarin Helen Dorn - und ihr 25. Fall. Die Episode "Verdammte Familie" läuft am 11. April um 20.15 Uhr im ZDF-Fernsehen und ist bereits online in der ZDF-Mediathek verfügbar.
"Ich bin nicht so der Familienmensch, solltest du doch langsam wissen", sagt Helen Dorn (Anna Loos) eingangs in dieser besonderen Folge ausgerechnet zu ihrem Vater Richard (Ernst Stötzner). Seit der 20. Folge ist bekannt, dass Richard zwar ihr wichtigster Vater, aber eben nur ihr Ziehvater ist. Die Dorns leben zusammen auf einem Gut, das Helen von ihrem leiblichen Vater, einem sizilianischen Mafiaboss, geerbt hat.
Drei Worte am Krankenbett: "Tamara, Schutz, Deal"
Zum Erbe gehört gewissermaßen auch Halbschwester Luisa Vizzante (Liane Forestieri) - zumindest in diesem Fall. Denn Luisa sitzt seit dem Tod des Mafiabosses im Gefängnis und die beiden Frauen hatten seither offenbar keinen Kontakt. Dorn besucht sie nun trotzdem im Krankenhaus, wo die geschwächte Luisa ihr drei Worte zuflüstert: "Tamara, Schutz, Deal".
Dorns Vorgesetzter Nedjo Kristic (Stipe Erceg) möchte der familiär befangenen Kommissarin dennoch die Ermittlungen übergeben: "Wenn das ein gezielter Anschlag war, dann geht es mit Sicherheit um Luisas Vergangenheit."
Die Mafiosa weiß zu viel: "Die Namen, die Gesichter"
Zugleich tritt noch eine Verwandte in Helen Dorns Leben: Die besagte Tamara (Maya Lauterbach) schleicht sich auf Dorns Hof herum und Vater Richard nimmt sie kurzerhand auf. Es stellt sich heraus, dass es sich um Luisas Tochter handelt, die von ihrer Mutter zu Helen geschickt wurde - angeblich, weil sie in Gefahr ist.
Nach dem Tod von Mafiaboss Toni Vizzante - also dem Vater von Helen und Luisa - ist ein Machtvakuum in seinem Hamburger Revier entstanden. "Und ich kenn’ die Leute, die hier übernehmen wollen. Die Namen, die Gesichter", erzählt Luisa der Kriminalhauptkommissarin. Noch mehr: Sie kennt die Kontaktpersonen der Mafia in der Verwaltung.
Luisa will daher nicht nur Schutz für ihre Tochter, sie will in Freiheit kommen und selbst Hilfe erhalten - nur dann würde sie die geschmierten Verwaltungskontakte und die Mafiaangehörigen identifizieren. Helen aber ist ihrer Halbschwester gegenüber skeptisch: "Hältst du es für möglich, dass Luisa diesen Angriff inszeniert hat?", fragt sie die Gerichtsmedizinerin, die den medizinischen Bericht der Verletzungen der Mafiosa analysiert hat.
"Wenn die nicht Polizei wäre, wäre die Gangster"
Nachdem Luisa Helen einen ersten Einblick in ihr Wissen und damit die Möglichkeiten für Ermittlungen gegeben hat, geht die Polizei schließlich einen Deal mit ihr ein. Sie wird unter Auflagen und Geheimhaltung aus dem Gefängnis entlassen und bleibt unter Helens Aufsicht.
Obwohl die Gegensätze groß sind, obwohl die Vorzeichen schlecht sind: Nach und nach knüpfen Helen und Luisa eine streitbare, aber zaghafte Verbindung. Sowohl Helens Vater als auch Tamara entdecken gar Ähnlichkeiten bei den ungleichen Halbschwestern: "Wenn die nicht Polizei wäre, wäre die Gangster - genau wie Mama", sagt Tamara etwa über Helen.
Doch dann verschwindet die Jugendliche nach einem Streit und gerät in Gefahr. Luisa entzieht sich daraufhin der Polizei, um selbst einzugreifen - mit unerwarteten Folgen. Aus Helens anfänglicher Abneigung gegenüber der Familienbande entwickelt sich nun der eiserne Wille, diesen Fall zu lösen.
Die 25. Folge der Krimireihe ist für treue Helen-Dorn-Fans ein Muss: Denn auch wenn Dorn als Einzelgängerin erscheint, ihre Familie ist oft Teil der Erzählungen. Außerdem lagen Buch und Regie erneut bei Grimme-Preisträger Friedemann Fromm, der für komplexe, vielschichtige Erzählweisen bekannt ist.
Ein Tipp für alle, die erstmals oder nur gelegentlich "Helen Dorn" einschalten: Auch wenn der aktuelle Fall "Verdammte Familie" ohne Vorkenntnisse geschaut werden kann, es lohnt sich, die vorgelagerte Vater-Tochter-Geschichte nachzuholen oder aufzufrischen. Die 20. Episode der beliebten Krimireihe mit dem Titel "Der deutsche Sizilianer" ist noch in der ZDF-Mediathek verfügbar (Staffel 4, Fall 5).
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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