Fernsehen: Achtung, Elfen! - "Das Traumschiff" fährt nach Island

Das ZDF lässt das "Traumschiff" zu Ostern nach Island schippern. Dabei kommt es zu einem Moment, den es so beim Lieblingsluxusdampfer der Deutschen wohl noch nie gab.

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Osterzeit ist "Traumschiff"-Zeit. Auch in diesem Jahr lässt das ZDF wieder die Anker lichten und schickt seinen Luxusdampfer in den hohen Norden, nach Island - zu Geysiren, Pferden und sagenumwobenen Elfen. Dabei wird eine Liebesgeschichte erzählt, die es im "Traumschiff"-Universum so bislang wohl noch nicht gegeben hat.

Im Mittelpunkt steht nämlich dieses Mal der zweite Frühling von Passagierin Evelyn Küpper (Saskia Vester). Die war als junge Frau schon einmal auf Island und weil sie ihrer Familie in regelmäßigen Abständen so davon vorgeschwärmt hat, überrascht Enkelin Ronja (Rosa von Lobenstein) ihre Oma mit einem Nostalgie-Trip dorthin - auch um sie nach der Scheidung von ihrem Opa auf andere Gedanken zu bringen.

Was Ronja nicht weiß: Der Grund, warum ihre Oma nie aufhören konnte, an die Insel zu denken, das sind nicht die atemberaubenden Landschaften oder die Legenden um Elfen und andere Fabelwesen - es ist Pferdehofbesitzerin Toni (Michaela May), ihre ganz große Jugendliebe, mit der sie einst einen unvergesslichen isländischen Sommer verbrachte.

Saskia Vester küsst Michaela May in der Folge

Schon auf den ersten Blick kehren die Gefühle zwischen den inzwischen reiferen Damen zurück - wahrscheinlich waren sie auch nie weg - und sie küssen sich leidenschaftlich, aber nicht unbeobachtet, auf einer Pferdekoppel.

"Es ist doch niemals zu spät, sich selbst zu verwirklichen. Wir alle haben ja nur eine begrenzte Zeit auf dieser Erde", sagt Schauspielerin Vester über die Liebe im gesetzteren Alter.

Und über den für "Traumschiff"-Verhältnisse nicht ganz alltäglichen Kuss-Moment sagt sie: "Während meiner Karriere hatte ich natürlich schon das ein oder andere Mal Kuss- oder Liebesszenen mit Männern und Frauen. Als Schauspielerin geht man damit irgendwann recht pragmatisch um", erläutert sie. "Aber ich muss sagen, dass mir Liebesszenen mit einer Frau deutlich leichter fallen. Es ist einfach vertrauter und in diesem Fall hat es auch wunderbar harmoniert."

Sie finde es "super, dass "Das Traumschiff" sich auch solchen Themen widmet und die Zuschauer auf eine emotionale Reise mitnimmt". Es sei dafür eine ideale Bühne. "Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Es geht grundsätzlich um eine "Enttabuisierung". Hier sind wir heute schon deutlich weiter als noch vor ein paar Jahren. In meiner Jugend herrschte leider noch ein anderer Ton." Einiges habe sich gesellschaftlich inzwischen verändert. Aber: "Es geht auch um einen Generationswechsel. Bis wirklich alle ein Umdenken vollziehen, dauert es einfach eine Weile."

Magische Begegnung der Schiffsärztin

Die Liebesgeschichte von Evelyn und Toni ist aber noch nicht alles, was in der neuen Episode passiert. Auch Schiffsärztin Jessica Delgado (Collien Fernandes, die gerade mit ihrem Kampf gegen digitale Gewalt Schlagzeilen macht) hat einen magischen Moment: Auf einer Wanderung, zu der sie Hanna (Barbara Wussow) genötigt hat, trifft sie - nachdem sie verbotenerweise einen Stein eingesteckt hat - einen mystischen Mann, der ihr den Weg weist, als sie sich im Wald verirrt hat. Plötzlich ist er weg. War das etwa ein Elf? Oder sonst eins der Fabelwesen, von denen es auf Island mehr geben soll als im Rest der Welt?

Es ist eine dieser fragwürdigen Episoden, die es zuhauf gibt rund um das ZDF-"Traumschiff" und von der sich hart gesottene Fans wahrscheinlich auch nicht mehr abschrecken lassen. Gleiches gilt auch für die letzte der traditionell drei Geschichten pro Folge.

Brüder entdecken Doppelleben ihres Vaters

Die dreht sich um Dominik Dahlke (Bernhard Piesk) und Nikolaus Andresen (Barnaby Metschurat), die eigentlich allein reisen wollten, dann aber erfahren, dass sie Halbbrüder sind. Der ansonsten in dieser Folge nur am Rande auftretende Florian Silbereisen als Kapitän lässt sich als Testamentsvollstrecker einsetzen und unterbreitet den Männern, dass ihr Vater ein Doppelleben führte und zwei Familien hatte.

Wohl um sich des schlechten Gewissens darüber posthum zu entlasten, vererbt er seinen Söhnen gemeinsam das Ferienhaus am Fjord, in dem er jahrzehntelang völlig schmerzbefreit mit beiden Familien nacheinander Urlaub machte. Sein Vermächtnis soll sein, dass er seine beiden Söhne zusammenführt und sie Brüder werden. Wer sich fragt, ob das bis zu den traditionellen Wunderkerzen auf der Torte auch klappt, hat noch nie eine "Traumschiff"-Folge gesehen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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