TV-News: "Wilsberg"-Krimi: Sanierungsfrust und ein toter Miethai
Wilsberg wollte eigentlich einen Erbfall klären, doch dann stößt er auf eine Leiche - und auf genervte Mieter, die aus ihren Wohnungen vertrieben werden sollen. Einer von ihnen ist Polizist Overbeck.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Privatermittler Wilsberg ist mal wieder der Erste am Tatort - und damit mittendrin im Kriminalfall der neuen Folge rund um windige Immobiliengeschäfte und drangsalierte Mieter, der am Karsamstag (4.4., 20.15 Uhr) im ZDF ausgestrahlt wird. Dabei wollte der knurrig-sympathische Privatdetektiv (Leonard Lansink) nur für seinen neuen Klienten recherchieren, als er in der Wohnung von dessen verstorbener Tante auf eine Leiche stößt.
Für das Drehbuch von "Wilsberg - Mogelpackung" zeichnet neben Autorin Emily Reimer auch Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer verantwortlich. Seine Liebe zur kauzigen Figur, die er 1990 als Hauptperson seines ersten Kriminalromans erschaffen hat, wird in der neuen Folge deutlich spürbar: Der notorisch klamme und altmodische Antiquar und Privatdetektiv geht den Dingen mit dem ihm eigenen Charme, Witz, Herz und großer Furchtlosigkeit auf den Grund.
Bei den Ermittlungen zwischen Immobilienbranche und frustrierten Mietern wird Wilsberg der Polizei damit immer eine Nasenlänge voraus bleiben.
Ein Ermordeter mit vielen Feinden
Der Tote, der hier erschlagen auf dem Teppich der einstigen Hausbesitzerin liegt, ist Rafael Jähnig (Cedric Sprick): Die Mieter hatten den Chef einer Entrümpelungsfirma als neuen Hausherren kennengelernt - und als jemanden, der den Bewohnern das Leben schwer macht, um sie zum Auszug zu bewegen.
Seit dem Tod der Vorbesitzerin sorgen nämlich Handwerker kontinuierlich dafür, das friedliche Leben im Haus durch Baulärm, -schmutz und abgestellten Strom auf den Kopf zu stellen. Darunter zu leiden hat auch Kommissar Overbeck (Roland Jankowsky), der zufällig auch zu den Mietern gehört. Mal wird während seiner morgendlichen Rasur der Strom abgedreht, dann steht er von Kopf bis Fuß eingeseift unter der Dusche als das Wasser ausgeht. Die Aufklärung des Mordes in seiner Nachbarschaft liegt ihm naturgemäß besonders am Herzen.
Privatdetektiv soll windiges Immobiliengeschäft erhellen
Wilsberg treibt vor allem die Frage um, wie das Mehrfamilienhaus nach dem Tod der Besitzerin in die Hände einer großen Immobilienholding geriet. Mit der Lösung des Rätsels hat ihn sein neuer Klient beauftragt: Der aufbrausende Neffe der Vorbesitzerin (Steffen Groth) fühlt sich um sein Erbe gebracht, gerät dann aber schnell ins Visier der Polizei als möglicher Mordverdächtiger.
Um herauszufinden, wer hier sonst noch ein Mordmotiv haben könnte, recherchiert Wilsberg im Bauamt, beim Notar - und immer sehr nah dran an Kriminellen, die auch vor Waffengewalt nicht zurückschrecken.
Ekki mal wieder auf Sondermission
Doch auch das übrige "Wilsberg"-Stammpersonal wird - ganz wie Zuschauer der Reihe es kennen - in die Geschichte mit hineingezogen: Die Mordermittlungen führt - anfangs gar nicht begeistert davon, dass Wilsberg in den Angelegenheiten der Polizei herumschnüffelt - die resolute Anna Springer (Rita Russek).
Der Finanzbeamte Ekki Talkötter (Oliver Korittke) wird von seinem Chef dazu verdonnert, den Kriminellen der Stadt Steuerbescheide auszuhändigen - gut, dass er Kontakte zu Polizei und Privatdetektei pflegt. Um die Mission "Illegal ist nicht gleich steuerfrei" zum Erfolg zu bringen, heftet Ekki sich an die Fersen seines Kumpels Wilsberg. Und lässt sich sogar auf eine Kooperation mit Overbeck ein. Das Tauschgeschäft Informationen-gegen-Duschgelegenheit sorgt für die heiteren Momente dieser Folge (Ekki irritiert: "Äh, das ist mein Bademantel" - Overbeck: "Der ist schön flauschig").
Tessas Studienkollege in gewaltigen Schwierigkeiten
Auch die smarte Anwältin Tessa Tilker (Patricia Meeden) ist wieder mit von der Partie. Bei einem Treffen mit einem alten Studienkollegen (Christoph Schechinger) muss sie feststellen, dass dieser auch mit den kriminellen Machenschaften im Umfeld des Ermordeten zu tun hat. Aber wie? Schwebt Julius in Gefahr oder ist er gar selbst gefährlich?
Die Abgründe, die sich rund um Tessas einstigen Vertrauten aufzutun scheinen, und die Frage nach Loyalität in Freundschaften sind noch das spannendste Element in einem zwar gewohnt kurzweiligen, aber doch erwartbaren Plot.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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